Donnerstag, 4. März 2010

Tech-Blog: Die Photovoltaikmesse PV EXPO 2010

Auf Technology Review läuft heute mein Bericht über die PV Expo 2010, die größte Solarzellenmesse der Welt. Hier folgt ein kurzer Rundgang in Bildern, den ich auf die Mega-Trends konzentriert habe.
Immer wieder gerne gesehen, Sharps Solarzellenrenner. Nicht sehr bequem, aber dafür fährt er weit - tagsüber. 
Einer der wichtigsten Trends sind jedoch flexible Solarzellen.
Flexible Sonnenfänger lassen sich zum Beispiel aus organischen Solarzellen herstellen. Einer der Weltmarktführer will das US-Unternehmen Konarka werden. Das Unternehmen verkauft bereits Zellen für handliche Kraftwerke.
Die Problemzonen des netten Produkts sind allerdings kurze Haltbarkeit (vor allem unter praller Sonne) und geringe Effizienz (derzeit nur drei bis vier Prozent). Aber die Technik ist noch jung, das Verbesserungspotenzial groß.
Dafür sind organische Zellen billig, weil sie sich rasend schnell im Rollendruck produzieren lassen. Hier ein Schaubild von Mitsubishi Chemical. Das Unternehmen verwendet eine andere organische Solarzelle als Konarka.
Aber flexibel geht auch mit Siliziumzellen wie Mitsubishi Chemical demonstriert. 
Auf zum nächsten Megatrend: farbigen und durchsichtigen Solarzellen.
Kaum zu erkennen, aber es ist tatsächlich ein Farbbild, das Mitsubishis Versuch auf diesem Gebiet darstellen soll. Die Hersteller sagen, dass die Kunden nach bunten Sonnenfängern schreien. Besser werden sie derzeit wohl von organischen Zellen bedient, wie das folgende Beispiel zeigt.
Das Beispiel soll die drei Grundfarben Rot-Gelb-Blau darstellen. Konarka verspricht, jede Farbe mixen zu können.
Aber es geht auch mit herkömmlichen Siliziumzellen wie hier Sharp zeigt. Aber andere Asiaten können das auch.
Ein interessantes Produkt fehlte auf der Messe, aber nicht hier in meiner Fotosammlung: eine durchsichtige Dünnschichtsolarzelle von Showa Shells Solartochter Solar Frontier.
Die Zelle soll bei der Markteinführung eine Effizienz von zehn Prozent haben. Das ist doppelt so hoch wie bisherige durchsichtige Exemplare. Kameda hofft, mit dem Produkt in den Gebäudebau in Entwicklungsländern vorzustoßen, in denen es wegen des brüchigen Stromnetzes Bedarf an dezentraler Stromversorgung gibt. Die Idee: Auch die Fenster produzieren tagsüber Strom, der in mitgelieferten Lithium-Ionen-Akkus zwischengespeichert wird. Das ganze ist Teil eines ambitionierten Wachstumsplans, den ich diese Woche Montag in der FTD beschrieben habe.
Hier ein anderes Highlight:
Sharp stellt seinen Weltrekordhalter vor. Die Effizienz des Schnipsels ist etwa doppelt so hoch wie die der besten erhältlichen Module. Bis die Dinger allerdings verbaut werden können, wird noch einige Zeit ins Land ziehen. Experten sagen mir, dass es bis zu zehn Jahre braucht, um den Schnipsel erst zu vergrößern und dann in Großserienproduktion zu überführen.
Einig sind sich alle Experten: Silizium-Zellen sowie organische oder sonstwie geartete Dünnschichtzellen werden nebeneinander existieren. Allerdings droht wegen der Hülle und Fülle an Produzenten ein Hauen und Stechen.

Kommentare:

  1. Schade eigentlich, dass solche Bilder nie in TR-Artikeln auftauchen.

    Btw, das vierte Bild sieht aus, als wäre es eine vergilbte Illustration aus den Sechzigern. Sehr mysteriös!

    AntwortenLöschen
  2. Das ist ein abfotografiertes Plakat vom Stand.

    AntwortenLöschen