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Donnerstag, 14. Oktober 2010

Wirtschaft: Dollar durchbricht die 82-Yen-Grenze

Der US-Dollar ist heute auf 81,14 Yen abgesackt. Der historische Tiefstand von 79,75 Yen aus dem Jahr 1995 ist damit in greifbare Nähe gerückt. Doch bisher bleibt eine zweite Devisenintervention des japanischen Finanzministeriums aus. Sie würde isoliert auch nicht viel bringen, sagen die Experten.

Japans Exportunternehmen sehen damit schweren Zeiten entgegen. Denn sie haben ihre Geschäftspläne auf einem weit schwächeren Yen-Kurs aufgebaut. In vielen Fällen rechnen sich zum jetzigen Kurs Exporte sogar nicht mehr. 

Wie blank die Nerven liegen hat gestern Finanzminister Yoshihiko Noda demonstriert. Offen attackierte er die Weichwährungspolitik Chinas und neuerdings auch Südkoreas. Die südkoreanische Regierung reagierte empört und beschwerte sich heute. Doch gleichzeitig hob die Notenbank zum dritten Monat in Folge die Zinsen nicht an, wodurch der Aufwärtungsdruck auf die Landeswährung, den Won, abnimmt. 

Japans Firmen klagen, dass sie durch den hohen Yen zu einer Verlagerung von Fabriken gezwungen werden würden. Aber ehrlich gesagt ist das nur die halbe Wahrheit. Sie bauen schon seit Jahren vernünftigerweise neue Fabriken und neuerdings sogar Forschungszentren fast nur noch im Ausland auf. Dort ist das Wachstum. Mit Japan geht es hingegen tendenziell bergab, der alternden Gesellschaft und Verschuldung sei dank. Ein schwächerer Yen würde den Trend nur verlangsamen, nicht stoppen. 

Was Japan braucht, sind Reformen der politischen und wirtschaftlichen Strukturen sowie des Denkens seiner Bürger und Unternehmen. Bis heute sind selbst Großkonzerne kaum internationalisiert. 


Donnerstag, 26. November 2009

Die Newsliste: Donnerstag, 26.12.2009

Sporadisch, subjektiv * und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die News vom Tage:


Heute gibt es auf Technology Review meinen Blog Hightech gegen Hautalterung zu lesen. Ein paar Bilder zu Katalogen sind hier in diesem Blog zu finden (runterscrollen oder hier klicken).


Devisen Japan zittert vor dem Dollarfall 
Der Dollar faellt auf 14-Jahrestief (im 86 Yen Bereich) und reißt damit Japans Aktienmarkt nach unten. Denn je schwächer die US-Währung ist, desto schwieriger können Japans Firmen Gewinne machen.  
Der Anstieg des Yen trifft die Unternehmen wegen der Krise besonders hart. Sie leiden nicht nur unter dem Einbruch ihrer Hauptmärkte. Gleichzeitig nehmen ihnen die südkoreanischen Rivalen, deren Landeswährung ebenfalls stark gegenüber dem Yen gefallen ist und die daher im Exportgeschäft einen Wettbewerbsvorteil genießen, im Ausland durch niedrigere Preise Kunden weg.
Dieser Trend lässt in Japan die Alarmglocken schrillen. Denn sollte der Höhenflug des Yen andauern, könnten sich viele Firmen gezwungen sehen, vermehrt Produktion in Billiglohnländer zu verschieben. Der Autohersteller Nissan hat bereits angekündigt, in Zukunft seine US-Fabriken stärker für den Export von Autos zu nutzen. Bisher war Japan die wichtigste Exportbasis. 


SÜDKOREA Gebrochenes Heiratversprechen nicht mehr strafbar
Ein Herz zu brechen, ist schuftig. In Südkorea war es bis heute sogar strafbar, dass ein Mann eine Frau mit einem Heiratsversprechen ins Bett locken und dann nicht ehelichen. Nun hat das Verfassungsgericht entschieden, dass dieses Gesetz gegen die Verfassung verstößt.