If you think, all green stuff that lands on your plate is edible, Japan makes you think twice. Here, chefs like to put tree leaves and needles on the plate, too. Of course, they don't want to harm, but to please you. Here in Japan they know that the eyes are as important for the enjoyment of a meal as are the mouth and the tongue. And a seasonal touch nature adds some visual spice to an already outstanding experience. You can actually buy the leafy decoration for home use in the supermarket as shown on the picture.
The good thing about this decoration is: Even if you eat it by mistake, not much happens. It's pure nature. But be warned! If you buy sushi in the supermarket or eben the sushi bar, you will get a kind of green bamboo-leaf - but it's fake. It's made of plastic.
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Montag, 29. September 2014
NEWs: 9 japanische IS-Krieger, Wagyu-Burger mit Erdbeersoße, Japan Post Privatisierung und die katholische Kirche in Korea
Die News vom Tage, sporadisch, *subjektiv und ohne Gewähr:
Lecker: Wagyu-Burger mit Erdbeersoße
Die japanische Hamburger-Kette Lotteria hat mal eine gute Idee gehabt. Am Montag hat sie eine Burger-Sonderedition gestartet: aus saftigem japanischen Rind und einem Blubb Erdbeersoße.
Das ganze ist mit 1300 Yen nicht ganz billig, sieht aber verführerisch aus.
Wer mehr dazu erfahren will, wird auf diesem Link bei Lotteria fündig.
Allerdings müssen sich Interessenten beeilen. Es gibt nur eine beschränkte Anzahl der Burger zu kaufen.
* Vielleicht ergattere ich noch einen. Werde den Test dann mit allen teilen.
Stille Post: Neun Japaner kämpfen für den Islamischen Staat
Dies behauptet wenigstens der rechtsextreme ehemalige Generalstabschef der Luftwaffe, Toshio Tamogami, in seinem Blog. Seine Quelle ist Nissim Ben Shitrit, Generaldirektor im israelischen Außenministerium, den Tamogami bei einer siebentägigen Israelreise getroffen hat. Die Information sei ihm neu gewesen, schreibt Tamogami in seinem ditigitalen Reisetagebuch. Japans Regierung hat offiziell noch keine Zahlen von japanischen Kämpfern in den Reihen des IS veröffentlicht.
* Ich hätte nicht gedacht, dass ich Tamogami mal als Nachrichtenquelle zitieren würde.
Japan Post: Privatisierungsplan nimmt die nächste Hürde
Eine Hürde für die Privatisierung der japanischen Post war bisher, wie das Staatsunternehmen vor der Privatisierung seine Pensionsverpflichtungen bedient. Am Montag stellte ein Ausschuss einen Plan vor, der sich bei der kapitalreichen Postbank bedient. Aber das ist nicht unbedingt schlecht für die Bank.
Die Postbank wird rund zehn Milliarden Euro an die Holdinggesellschaft transferieren. Etwas mehr als die Hälfte der Summe soll für die Renten aufgewendet werden. Der Rest fließt in die Paketpost, um deren schwächelnden Geschäft auf den Alleingang vorzubereiten. Bisher stammen rund 90 Prozent der Postgewinne von der Bank und der Versicherung der Post.
Südkorea: Katholischer Glaube ist am glaubwürdigsten
Wer Japan und Südkorea bereist hat, wird vielleicht einen wichtigen Unterschied in der nächtlichen Skyline bemerkt haben. Während Japans Neonbeleuchtung nur aus Reklame besteht, sieht man Seoul häufiger die Kreuze christlicher Kirchen leuchten. Ganz besonders angetan hat den Koreanern offenbar der katholische Glaube, wenn man einer Meinungsumfrage des buddhistischen Jogye-Ordens trauen darf. Demnach ist die katholische Kirche am glaubwürdigsten, dicht gefolgt vom Buddhismus. Etwas weiter hinten landen die protestantischen Kirchen, ganz am Ende der Islam.
* Am meisten interreligösen Unfrieden stiftet demnach der Protestantismus, ist die Erfahrung der Koreaner. Liegt wohl an den bekehrfreudigen amerikanischen Strömungen.
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Lecker: Wagyu-Burger mit Erdbeersoße
Die japanische Hamburger-Kette Lotteria hat mal eine gute Idee gehabt. Am Montag hat sie eine Burger-Sonderedition gestartet: aus saftigem japanischen Rind und einem Blubb Erdbeersoße.
Das ganze ist mit 1300 Yen nicht ganz billig, sieht aber verführerisch aus.
Wer mehr dazu erfahren will, wird auf diesem Link bei Lotteria fündig.
Allerdings müssen sich Interessenten beeilen. Es gibt nur eine beschränkte Anzahl der Burger zu kaufen.
* Vielleicht ergattere ich noch einen. Werde den Test dann mit allen teilen.
Stille Post: Neun Japaner kämpfen für den Islamischen Staat
Dies behauptet wenigstens der rechtsextreme ehemalige Generalstabschef der Luftwaffe, Toshio Tamogami, in seinem Blog. Seine Quelle ist Nissim Ben Shitrit, Generaldirektor im israelischen Außenministerium, den Tamogami bei einer siebentägigen Israelreise getroffen hat. Die Information sei ihm neu gewesen, schreibt Tamogami in seinem ditigitalen Reisetagebuch. Japans Regierung hat offiziell noch keine Zahlen von japanischen Kämpfern in den Reihen des IS veröffentlicht.
* Ich hätte nicht gedacht, dass ich Tamogami mal als Nachrichtenquelle zitieren würde.
Japan Post: Privatisierungsplan nimmt die nächste Hürde
Eine Hürde für die Privatisierung der japanischen Post war bisher, wie das Staatsunternehmen vor der Privatisierung seine Pensionsverpflichtungen bedient. Am Montag stellte ein Ausschuss einen Plan vor, der sich bei der kapitalreichen Postbank bedient. Aber das ist nicht unbedingt schlecht für die Bank.
Die Postbank wird rund zehn Milliarden Euro an die Holdinggesellschaft transferieren. Etwas mehr als die Hälfte der Summe soll für die Renten aufgewendet werden. Der Rest fließt in die Paketpost, um deren schwächelnden Geschäft auf den Alleingang vorzubereiten. Bisher stammen rund 90 Prozent der Postgewinne von der Bank und der Versicherung der Post.
Südkorea: Katholischer Glaube ist am glaubwürdigsten
Wer Japan und Südkorea bereist hat, wird vielleicht einen wichtigen Unterschied in der nächtlichen Skyline bemerkt haben. Während Japans Neonbeleuchtung nur aus Reklame besteht, sieht man Seoul häufiger die Kreuze christlicher Kirchen leuchten. Ganz besonders angetan hat den Koreanern offenbar der katholische Glaube, wenn man einer Meinungsumfrage des buddhistischen Jogye-Ordens trauen darf. Demnach ist die katholische Kirche am glaubwürdigsten, dicht gefolgt vom Buddhismus. Etwas weiter hinten landen die protestantischen Kirchen, ganz am Ende der Islam.
* Am meisten interreligösen Unfrieden stiftet demnach der Protestantismus, ist die Erfahrung der Koreaner. Liegt wohl an den bekehrfreudigen amerikanischen Strömungen.
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Sonntag, 28. September 2014
Update: Ontake-Ausbruch - bisher 31 Tote gefunden
Japans zweithöchster Vulkan, der bei Bergwanderern beliebte Ontake, ist am Sonnabend zur Todesfalle geworden. Mindestens 31 Menschen starben nach einem nicht vorhergesagten Vulkanausbruch in den Aschemassen. Helfer fanden sie am Sonntag tot auf. Weitere Menschen werden vermisst. Darüber hinaus gibt es Verletzte. Glücklicherweise schafften die meisten der mehr als 200 Wanderer, die sich am Sonnabend in der Nähe des Gipfels aufgehalten hatten, den Abstieg. Erst nach dem Ausbruch erhöhte das Wetteramt die Alarmstufe auf Level 3 der fünfstufigen Skala.
Mehr Infos auf NHK World.
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Survival of the fittest in Tokyo: Spider And Grasshopper
In my neighborhood you will find the closest thing to real wilderness in the 23 inner-city wards of Tokyo, the Mizumoto Park. Not only snakes, cormorants, crayfish and wild cats display on a daily basis their fight for survival. On this picture a grasshopper is going to join his friend - as food in the net of really big spider.
NEWs: Diebischer Schwimmer, Vulkanausbruch, Nordkoreas Wiedervereinigungsvorschlag
Die News vom Tage, sporadisch, sporadisch, * subjektiv und ohne jede Gewähr:
Japans zweithöchster Vulkan bricht ausDer Vulkan Ontake an der Grenze zwischen Nagano und Gifu ist am Sonnabend ausgebrochen. Hier ein Screenshot von der Warnung des japanischen Wetteramts:
Tragisch: Mehr als 200 Bergwanderer wurden von dem Ausbruch überrascht, einige Dutzend wurden verletzt, zum Teil schwer. Typisch: NHK verlängerte daher zur übergebührlichen Berichterstattung gestern seine Sieben-Uhr-Nachrichten von 30 auf 55 Minuten, um die immer gleichen Bilder ein gefühltes halbes Dutzend mal zu wiederholen, ohne neue Infos hinzuzufügen.
Ein Video auf NHK World gibt es hier.
* Erstaunlich: Erst nach dem Ausbruch wurde die Warnstufe von 1 (normal) auf 3 (Nähern Sie sich dem Vulkan nicht!) auf Japans fünfstufiger Skala angehoben. Warum das? Ich dachte, dass sich Vulkanausbrüche im Gegensatz zu Erdbeben recht gut vorausahnen lassen. Auch in diesem Fall sendete der Berg seit zwei Wochen Signale, in Form kleiner Erschütterungen. Ob es daran lag, dass vielleicht keine Lava ausgetreten ist, sondern es sich um eine Ascheexplosion handelte?
Asien-Spiele: Diebischer Schwimmer
Japans Schwimmer Naoya Tomita hat bei den Asienspielen außerhalb des Schwimmbeckens große Wellen geschlagen. Nach einem Training ließ der 25-jährige die Fotokamera eines koreanischen Fotografen mitgehen, die gerade in seiner Nähe herumlag. Dem Vernehmen nach schraubte er bereits am Freitag das Teleobjektiv ab und steckte die Kamera in seine Tasche.
* Der Missetäter ist geständig, Japans Vertreter verbeugten sich reuig. Doch damit dürfte das Thema noch nicht durch sein. Ausgerechnet jetzt, wo Japan und Südkorea sich außenpolitisch vorsichtig annähern, kommt so ein Vorfall sehr ungelegen.
Die Koreas: Ringkampf der Wiedervereiniger
Erst bat Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye um Hilfe bei der Wiedervereinigung ihrer geteilten Nation. Nun legte Nordkorea nach: Nordkoreas Außenministerin Ri Su Yong schlug eine Wiedervereinigung nach dem Motto "Ein Land, zwei Systeme" vor.
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Donnerstag, 25. September 2014
NEWs: Muratas Cheerleader Roboter, Ursache für die Akku-Probleme des Dreamliners ungelöst, Einigung in transpazifischem Freihandelsabkommen nicht in Sicht.
Ach ja, Roboter. Heute war dann mal wieder Murata dran, einer der führenden japanischen Hersteller von Elektronikbauteilen (siehe Blog-Eintrag unten). Nach dem Murata-Boy (der Fahrrad fährt) und dem Murata-Girl (die ein Einrad meistert) schickte das Unternehmen nun einen Schwarm von Mini-Cheerleadern auf die Bühne, die auf Bällen balancierend Gruppenformationen aufs Parkett legten.
Mit dieser Übung will Murata seine Fähigkeiten als Systemcompany demonstrieren und gleichzeitig die Jugend für eine Karriere als Ingenieur begeistern. Das zweitere ist besonders wichtig, weil die Bevölkerung schrumpft, während die Firmen zu wachsen versuchen. Technikfirmen wie Murata sind daher besonders rührig bei der Nachwuchsförderung. Sie schalten sogar Anzeigen in Zügen, um auf ihre Unternehmen aufmerksam zu machen.
Stand ausführlich auch in der 6-Uhr-App des Handelsblatts.
Dreamliner: Ursache von Batteriebränden weiterhin ungelöst
Auch mehr als ein Jahr nachdem Batteriebrände Boeings damals gerade ausgelieferten Dreamliner mit einem Startverbot belegt worden waren, ist die Ursache für die Probleme nicht gänzlich geklärt. Dies erklärte am Donnerstag die japanische Verkehrssicherheitsbehörde. Doch für Boeings Flotte bedeutet dies nichts, legte Norihiro Goto, der Chef der Behörde, nahe. Da es nach der Änderung des Batteriedesigns keine Vorfälle gegeben hat, glaubt er, dass das Problem gelöst wurde. „Wir haben vielleicht nicht die Ursache gefunden, aber es gibt bereits eine Lösung, die funktioniert”, so Goto.
Verhandlungen über transpazifische Freihandelszone kommen nicht vom Fleck
Für die USA ist sie ein wichtiger Versuch, Chinas wachsenden Einfluss in Asien einzudämmen, für Japan ein Mittel, daheim Reformen voranzutreiben - das multilaterale transpazifische Partnerschaftsabkommen. Dennoch ist wieder eine Verhandlungsrunde zwischen den beiden größten Teilnehmen ergebnislos abgebrochen worden. Denn der Agrarexporteur USA und Japan, das seine Landwirtschaft mit hohen Zöllen schützt, konnten sich nicht über den Umfang der Zollsenkungen Japans einigen.
Ein Scheitern der Freihandelszone wäre ein herber außenpolitischer Rückschlag für Obama, aber auch Japans Ministerpräsident Abe. Denn beide haben bereits beträchtliche Ressourcen in das Projekt gesteckt. Die Zeit drängt: Obama wollte die ohnehin schon verzögerten Verhandlungen im November abschließen. Die offene Frage ist, ob beide Seiten pokern, um zu sehen, wer zuerst blinkt.
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Murata stellt Cheerleader Roboter vor
Der japanische Hersteller von Elektronikbauteilen Murata hat am Donnerstag in Tokio seine vierte Roboter-Generation vorgestellt. Auf zwei Murata-Boys (zweite Generation auf dem Fahrrad) und ein Murata-Girl (auf dem Einrad) folgte ein Schwarm von Cheerleadern.
Kreise, Linien und Herz legten die Roboter untermalt von Musik aufs Paket. Das Unternehmen wolle damit unterstreichen, dass es sich vom Bauteilehersteller zum Systemhaus weiterentwickelt habe, sagte Kommunikationschef Koichi Yoshikawa, der in den vergangenen Jahren die Roboterentwicklung geleitet hatte.
Außerdem betreibt das Unternehmen mit seinen Kreationen Nachwuchsförderung. „Ich bringe die Roboter in Schulen mit, um den Kindern über die unendlichen Möglichkeiten der Elektronik und die Freude am Herstellen von Dingen zu erzählen”, sagte Yoshikawa. Aber Vorsicht! Wer Roboter entwickeln will, ist bei Murata fehl am Platz. Man denke nicht daran, zum Roboterhersteller zu werden, ließ das Unternehmen wissen.
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Dienstag, 23. September 2014
NEWs vom Tage: Von scharzen Bären, Chat-App Lines gecancelten Börsenplänen und einer russisch-japanischen Männerfreundschaft (und Abes chinesischen und südkoreanischen Avancen)
Die News vom Tage, sporadisch, subjektiv und ohne jede Gewähr:
Das Apercu des Tages:
Verglichen
mit Deutschland ist Japan Wildnis. Ok, in Deutschland gibt es
vereinzelt wieder Wölfe und hin und wieder Naturkatastrophen. Aber in Japan bedrohen neben Erdbeben,
Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Erdrutschen, Überschwemmungen und Taifunen
auch jede Menge Getier das menschliche Leben. Giftschlangen kriechen
durchs Unterholz - und neuerdings asiatische Schwarzbären vermehrt durch
die Umgebung menschlicher Siedlungen.
Zwischen April und Mai dieses Jahres wurden 40 Prozent mehr Bären gesichtet als ein Jahr zuvor. Ingesamt 2080 Mal, 21 davon in Tokios bergigem Westen. Experten warnen, dass eine magere Bucheckerernte den Trend noch verstärken könnte. Schließlich wollen die Pelztiere ihre Mägen für den Winterschlaf füllen. Bergwanderern in Japan empfehle ich daher, Bärenglocken mitzunehmen und die zu schwingen, wenn sie einen Bären sehen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier Reißaus nimmt. Füttern und Kuscheln empfiehlt sich nicht. Japans Bären sind zwar nicht ganz so riesig wie große Grizzlys, haben aber auch scharfe Krallen.
Ansonsten in den News:
Handelsblatt Live, 6-Uhr-Ausgabe
Handelsblatt Live, 6-Uhr-Ausgabe
Passend dazu:
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Das Apercu des Tages:
Wer hat Angst vorm schwarzen Bären?
| Ein asiatischer Schwarzbär im Breslauer Zoo. Quelle: Guérin Nicolas via Creative Commons |
Zwischen April und Mai dieses Jahres wurden 40 Prozent mehr Bären gesichtet als ein Jahr zuvor. Ingesamt 2080 Mal, 21 davon in Tokios bergigem Westen. Experten warnen, dass eine magere Bucheckerernte den Trend noch verstärken könnte. Schließlich wollen die Pelztiere ihre Mägen für den Winterschlaf füllen. Bergwanderern in Japan empfehle ich daher, Bärenglocken mitzunehmen und die zu schwingen, wenn sie einen Bären sehen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier Reißaus nimmt. Füttern und Kuscheln empfiehlt sich nicht. Japans Bären sind zwar nicht ganz so riesig wie große Grizzlys, haben aber auch scharfe Krallen.
Ansonsten in den News:
Japans Chat-App Line bläst Börsengang ab
Der rekordverdächtige Raubzug von Chinas Online-Handelsplattform Alibaba an der New Yorker Börse hat den Investoren auf noch mehr IPOs von Internetgrößen angeregt. Große Hoffnungen auf erneuten Reibach machte vor allem Japans erfolgreiche wie profitable Chat-App Line. Doch nun verschob das Unternehmen seinen für diesen Herbst avisierten Börsengang.Handelsblatt Live, 6-Uhr-Ausgabe
Putin gratuliert Abe telefonisch zum Geburtstag
Manchmal sind die Zeitläufte mächtiger als Männerfreundschaften. Diese Erfahrung muss jetzt Japans Ministerpräsident Shinzo Abe machen. Ukraine-Konflikt hin oder her, er hatte jüngst Russlands Präsident Wladimir Putin schriftlich nach Japan eingeladen. Putin revanchierte sich am Sonntag mit einem telefonischen Glückwunsch zu Abes 60. Geburtstag. Aber Abe bot ihm da nur mehr an, sich im November am Rande des Gipfels der Pazifikanrainer (Apec) in Chinas Hauptstadt Beijing zu treffen.Handelsblatt Live, 6-Uhr-Ausgabe
Passend dazu:
Koreanisch-japanische Fischdiplomatie
Nach einem südkoreanischen Medienbericht überlegt die Regierung von Präsidentin Park Geun-hye, das Importverbot von Fischen aus acht japanischen Präfekturen aufzuheben. Die Maßnahme ist Teil der Annäherungspolitik beider Regierungen, die auf ein erstes Gipfeltreffen zwischen Park und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hoffen. Abe würde gerne auch Chinas Präsident Xi Jinping am Rande der Apec-Tagung persönlich treffen.
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Ein neuer Start
Lange habe ich diesen Blog nicht betrieben. Aber von jetzt an werde ich wieder kontinuierlicher über die Lage in Ostasien berichten, Apercus und Fotos teilen sowie auf Artikel verweisen.
Wer sich über jüngst erschiene Technikkolumnen informieren möchte, kann dies hier bei Technology Review tun.
Der Großteil meiner Artikel erscheint allerdings beim Handelsblatt, gut geschützt durch eine Bezahlschranke. Darunter befindet sich jeden Mittwoch in der Handelsblatt-Mobil-App Handelsblatt Live meine Kolume "Live aus Tokio" mit all den alltäglichen Dingen, die mir hier so zustoßen. Mein Tip ist daher natürlich: Schaffen Sie sich ein App-Abo an. Die App "Handelsblatt Live" können Sie in den einschlägigen Shops von Apple und Google herunterladen. Ein Monatsabo kostet 29,99 Euro, ebenso viel wie der Digitalpass, der ihnen auch das ePaper liefert (die Abend-Ausgabe der App). Informationen finden Sie hier.
Viele Grüße aus Tokio,
Martin Kölling
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Donnerstag, 13. September 2012
Der Haarwaschroboter
Auf Technology Review schreibe ich über meinen Test eines Haarwaschroboters von Panasonic.
Herr Mizuno, der Entwickler mit seinem Werk.
Mit 24 Roboterfingern massiert er die Kopfhaut.
Die Finger sehen zwar nicht hübsch aus, aber ihre Massage ist erstaunlich angenehm.
Herr Mizuno, der Entwickler mit seinem Werk.
Mit 24 Roboterfingern massiert er die Kopfhaut.
Die Finger sehen zwar nicht hübsch aus, aber ihre Massage ist erstaunlich angenehm.
Donnerstag, 12. Juli 2012
eBikes in Japan
Auf meinem wöchentlichen Technology Review-Blog geht es diesmal um die Unterschiede in der Radkultur und die Auswirkung auf elektrische Räder.
Ich habe mir eine Händlerausstellung von Panasonic, dem japanischen Marktführer bei eBikes, angeschaut. Sage und schreibe 44 verschiedene Modelle führt der Konzern im Programm.
Mein Favorit ist dieses hier:
Rahmen aus Titan in inklusive 250-Watt-Motor und 25V/8aH bzw. 12aH-Akku gleich rund 16 Kilogramm Leergewicht und rund 7000 Euro Kaufpreis.
Die Variante für die Damenwelt:
Die hat allerdings nur drei Gänge, die Sportversion hat zehn.
Die Vielfalt war groß:
Als Klapprad, ...
... als niedriges Transportrad, ...
... das Hauptmodell für den Einkauf (Marktanteil rund 70 Prozent), ...
... "preiswertes" Tourenrad, ...
... als "teures" Tourenrad, ...
oder auch mit Frontantrieb.
Und hier die stärkste Batterie. Die japanischen Hersteller haben sich übrigens auf einen Standard zur Reichweitenberechnung geeinigt. In Europa haben die Hersteller noch mehr kreative Freiheiten.
Meine Wahl, der Jetter, mit 12aH-Akku rund 1800 Euro.
Fährt sich leicht und locker. Aber solange die Kniee nicht zu doll zwicken, setze ich weiterhin auf Muskelkraft.
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Fahrrad,
Technology Review,
Test
Donnerstag, 12. April 2012
Die Ära der Superfilme
Wie jeden Donnerstag ein neuer Blog auf Technology Review. Diesmal setze ich mich ein bisschen mit dem dräuenden flacher Zeitalter auseinander.
Dünner,
dünner, am dünnsten: Oleds ermöglichen flexible Handys und wenige
Millimeter dünne TVs. Doch das ist nur der Anfang der Welt der
superdünnen Filme: Ein Team aus japanischen und österreicherischen
Forschern hat eine Solarzelle entwickelt, die sich um ein
menschliches Haar wickeln lässt.
Flüge
ins All, immer höhere Wolkenkratzer: Die Menschheit schwelgt im
Makro-Rausch. Doch die größten Veränderungen für unseren Alltag
versprechen Fortschritte im Mikro- und Nanobereich. Neue
Entwicklungen ermöglichen immer dünnere Produkte mit immer größeren
Möglichkeiten und Funktionen: eine der für mich interessantesten
Neuentwicklungen ist eine hauchdünne Solarzelle, die sich sogar um
ein Haar wickeln lässt.
Gerade
1,9 Mikrometer ist die Zelle dick und gleichzeitig hoch effizient
(mehr zum Aufbau hier).
Statt einem Prozent kann nun ein Drittel der Folienfläche Strom
erzeugen. Dies ermöglicht eine Stromproduktion von 10 W pro Gramm.
Höchst flexibel ist die Folie zudem. Sie lässt sich um Gegenstände
mit einem Durchmesser von 35 Mikrometer, beispielsweise ein
menschliches Haar, wickeln. Oder es lässt sich - auf einen elastischen Träger aufgetragen - um bis zu 300 Prozent ausdehnen.
Die
organische Solarzelle kann zwar in der Stromausbeute nicht mit ihren
Silizium-basierten Verwandten mithalten, sagt das
japanisch-österreichische Entwicklerteam aus Forschern der
Universität Tokio und der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Aber sie hat nicht nur ein besseres
Leistungs-/Gewichtsverhältnis, sondern eignet sich auch zum
tragbaren Einsatz. Kleidung oder synthetische Haut könnte Strom
produzieren, Roboter, Satelliten und andere mobile Elektronik einen
(Bruch-)Teil ihrer benötigten Energie selbst erzeugen. „Das
grundsätzliche System ist auch für elektrische Schaltkreise
anwendbar“, meint Martin Kaltenbrunner vom Institut für
Experimentalphysik der JKU. Das macht die Idee natürlich auch für
die Industrie sehr interessant.
Ermöglicht
wird die neue organische Dünnschicht-Solarzelle durch Fortschritte
in der Nano-Karbonnanotechnik. Ein 150 Nanometer dünner,
transparenter, leitfähiger Film aus organischem Material, eine 200
Nanometer dicke Schicht aus einem Fulleren-Derivativ als Halbleiter
und eine 115 Nanometer dünne Metallelektrode wurden auf einem 1,4
Mikrometer dicken Pet-Film aufgetragen.
Besser
dokumentiert stoßen auch Kohlefasern in immer mehr
Anwendungsbereiche vor, zum Beispiel den Autobau. BMW will Karossen
aus Kohlefasern bauen. Toray, der größte Produzent von dieser
Fasern plant seine Produktion bis 2015 um 50 Prozent auszubauen, um
seinen Vorsprung vor den Rivalen Mitsubishi Rayon, Teijin oder SGL
aus Deutschland zu halten. Doch auch Polyester-Fasern magern weiter
ab. Teijin wird dieses Jahr 400 Nanometer dünne Fasern herstellen
können und hat im Labor bereits die Technik für 280 Nanometer dünne
Fädchen parat. Damit lassen sich Filter in Klimaanlagen noch weiter
verbessern.
Auch
andere Produkte werden durch neue Techniken immer dünner. Am
spannendsten bei Fernsehern sind organischen Leuchtdioden (Oleds).
Samsung und LG wollen dieses Jahr die ersten großen Oled-TVs auf den
Markt bringen. Die sind noch vier Millimeter dick. Doch spätestens
in ein paar Jahren, wenn sie erst mal mit Rollendruck auf Film
gebracht werden können, werden sie in Massenproduktion so dünn und
flexibel wie eine Plastikfolie sein. Wie die Welt dann aussehen
könnte, zeigt Samsung in diesem Video oder in diesem.
Die Tablet-PC-Idee besteht nur einer durchsichtigen Folie, die sich falten und biegen lässt.
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Oled,
Solarzellen,
Technik,
Technology Review
Dienstag, 10. April 2012
Die Serpentinen-Rolltreppe
Rolltreppen laufen gerne gerade aus. Nur selten fällt eine aus diesem Trott. Diese hier in der Mall am Landmark Tower in Yokohama ...
... tut es allerdings ganz offensichtlich. Sie fährt um die Kurve.
Nein, eigentlich fährt sie im Kreis. Auf der einen Seite geht es runter, auf der anderen wieder rauf. Das muss sie tun, denn wie sollen denn sonst die Rolltreppenblöcke bewegt werden? Eine normale Rolltreppe ist wie eine Raupenkette: Auf der oberen Seite geht es hoch, unten zurück. Nur geht das wegen der Form der Stufen natürlich bei einer kurvigen Rolltreppe nicht. Also fährt sie Karussel.
... tut es allerdings ganz offensichtlich. Sie fährt um die Kurve.
Nein, eigentlich fährt sie im Kreis. Auf der einen Seite geht es runter, auf der anderen wieder rauf. Das muss sie tun, denn wie sollen denn sonst die Rolltreppenblöcke bewegt werden? Eine normale Rolltreppe ist wie eine Raupenkette: Auf der oberen Seite geht es hoch, unten zurück. Nur geht das wegen der Form der Stufen natürlich bei einer kurvigen Rolltreppe nicht. Also fährt sie Karussel.
Montag, 9. April 2012
Kirschblüten und Morgentanz
Kirschblüten überall - an diesem Wochenende gab es das fast perfekte Hanami.
Die Sonne schien, die Blüten knallten aus. Allerdings war es ein bisschen kühl. Dies ist eine an der Gedenkhalle für das Kanto-Erdbeben in Ryogoku im Sonnenaufgang um 6:30 Uhr.
Hier ist die Halle im Blütenkranz.
Besonders hübsch ist die Pagode. Die hat man wohl aufgebaut, um den Göttern zu zeigen, dass die Menschen die Hoffnung nicht aufgeben und Häuser auch dann noch in die Höhe bauen, wenn Erdbeben sie wieder einzureißen drohen. Frei nach Luther: Und wenn ich wüsste, dass morgen ein Mega-Erdbeben kommt, würde ich heute noch ein Hochhaus bauen.
Die Pagode.
Um 6:30 Uhr wurde die Glocke geschlagen.
Und auf dem Vorplatz machten die Rentner ihre Morgengymnastik zu plärrender Musik.
Dächer in der Frühjahrssonne.
Es ist erstaunlich wie ruhig eine Megametropole sein kann - im Sonnenaufgang.
Und hier die Hanami-Party in Ueno. 500000 Menschen sollen dort gefeiert haben.
Die Menschenmassen haben deutliche Spuren hinterlassen.
Noch ein paar Hanami-Bilder.
Menschenmassen überall.
Vor dem Ueno Park gab es eine Begegnung der dritten Art: Dieser umgebaute VW-Bus dient heute als Whisky-Zapfsäule. Hier gibt es Whisky Highball.
Die Sonne schien, die Blüten knallten aus. Allerdings war es ein bisschen kühl. Dies ist eine an der Gedenkhalle für das Kanto-Erdbeben in Ryogoku im Sonnenaufgang um 6:30 Uhr.
Hier ist die Halle im Blütenkranz.
Besonders hübsch ist die Pagode. Die hat man wohl aufgebaut, um den Göttern zu zeigen, dass die Menschen die Hoffnung nicht aufgeben und Häuser auch dann noch in die Höhe bauen, wenn Erdbeben sie wieder einzureißen drohen. Frei nach Luther: Und wenn ich wüsste, dass morgen ein Mega-Erdbeben kommt, würde ich heute noch ein Hochhaus bauen.
Die Pagode.
Um 6:30 Uhr wurde die Glocke geschlagen.
Und auf dem Vorplatz machten die Rentner ihre Morgengymnastik zu plärrender Musik.
Dächer in der Frühjahrssonne.
Es ist erstaunlich wie ruhig eine Megametropole sein kann - im Sonnenaufgang.
Und hier die Hanami-Party in Ueno. 500000 Menschen sollen dort gefeiert haben.
Die Menschenmassen haben deutliche Spuren hinterlassen.
Noch ein paar Hanami-Bilder.
Menschenmassen überall.
Vor dem Ueno Park gab es eine Begegnung der dritten Art: Dieser umgebaute VW-Bus dient heute als Whisky-Zapfsäule. Hier gibt es Whisky Highball.
Donnerstag, 5. April 2012
Stromsparen im Stadtviertel
Die atomstromfreien Sommermonate stehen vor der Tür. Da geht auch mein Stadtteil mit gutem Stromsparbeispiel voran.
Die Lampen in den Straßenlaternen wurden gegen LED-Lampen ausgetauscht. Und damit wir das auch merken, teilt die Stadtverwaltung uns das auch über hübsche Schilder an den Laternenpfählen mit.
Als Stromsparmaßnahme für die atomstromfreie Zeit ist das ganze zwar reichlich sinnlos. Denn um Stromausfälle zu vermeiden, muss die Spitzenlast gesenkt werden. Und die fällt in Japan zwischen 14 und 15 Uhr. Selbst in Japan brennen zu jener Zeit keine Straßenlaternen.
Es muss also ein anderes Ziel geben. Und mir leuchtet auch eines ein: Die Regierung will uns damit animieren, ihrem guten Beispiel zu folgen - und durch LED-Lampenkäufe der darbenden japanischen Elektronikindustrie zu mehr Umsatz zu verhelfen.
Doch ökologisch ist die wahrscheinlich nur sinnvoll, wenn man alte Glühbirnen ersetzt. Im Vergleich zu normalen Stromsparlampen sind die LEDs nicht so dramatisch effizienter.
Labels:
IT,
LED,
Licht,
Strom sparen
Die Sakura-Lampe - Hightech für besseres Einschlafen
Mein donnerstäglicher Blog auf Technology Review handelt von der ersten High-tech-LED-Deckenleuchte mit rosa Licht.
Die Sakura-Lampe
In
Japan beginnt die Kirschblütensaison. Die Bäume werden in fluffiges
Rosa getaucht und ganz Japan versinkt in friedlicher Partystimmung.
Wer will, kann sich das rosarote Lebensgefühl dank hightech
„Sakura-Lampe“ in die Wohnung holen – „wissenschaftlich“
farbtherapeutisch getestet.
In
meiner Heimatstadt Bremen ist der Freimarkt die fünfte Jahreszeit,
in Japan ist es die Kirschblütesaison. „Hanami“, Kirschblüten
schauen, steht dieses Wochenende auf dem Programm. Die Menschen
werden in die Parks strömen und unter rosa Blütenbäuschen der
Sakura-Bäume mit Hilfe von reichlich Sake und Bier das harte Leben
kurz durch eine rosarote Brille sehen. Und in ein paar Tagen ist
alles vorbei. Bisher. Doch das ändert sich dank dem
Erfindungsreichtum der japanischen Elektronikindustrie. Der Konzern
Sharp hat passend zur Saison eine LED-Deckenleuchte auf den Markt
gebracht, mit der wir uns das rosafarbene Lebensgefühl tagtäglich
in unser Heim holen können.
Die
„sakura-farbene LED-Leuchte“ ist dem Konzern sogar so wichtig,
dass sie als ersten Produkt auf seiner Homepage präsentiert wird.
Und sie ist ein wirklicher Traum in Rosa wie jeder mit einem Klick
auf diesen Link selbst sehen kann. Ihr Nutzer kann nicht nur die Helligkeit
dimmen, sondern auch die Lichtfarbe von blauweiß auf sakura-rosa
verstellen. Sharp empfiehlt dies für die Abendstunden nach 21 Uhr,
oder genauer in der letzten Stunde vor dem Schlafen gehen. Damit
verspricht der Konzern, dass die Menschen schneller einschlummern und
tiefer schlafen als wenn sie vor dem Schlafen die Räume in Neonlicht
tauchen (das in Japan noch immer sehr beliebt ist). Doch es soll auch
besser als warmes Licht wirken.
Um
das zu belegen, bietet Sharp eine Reihe von Experten auf. Die
Farbberaterin Keiko Inada darf
erklären, dass rosa am meisten Glücksgefühle auslöst. Sie beruft
sich auf ihre
Studie über Alzheimer-Patienten und ihre Familien. Sogar eine Koryphäe
mobilisiert der Konzern: Osami Kajimoto, Professor an der Städtischen
Universität Osaka und Forscher am Forschungsinstitut Soiken. Der
Mann wurde durch einen Hirnalterungstest berühmt, auf dem der
Videospielhersteller Nintendo eines seiner Lernspiele für die
Nintendo DS aufgebaut hat. Er will nachgewiesen haben, dass man
mit Sakura-Licht besser ein- und ausschläft.
Mich
würde interessieren, ob das gleiche auch für Deutsche zutrifft. Ich
könnte mir vorstellen, dass die Unterschiede weit weniger deutlich
ausfallen würden. Denn im Unterschied zu Japanern bevorzugen die
meisten Menschen in meiner Heimat – wenn ich mich recht erinnere –
abends sowieso schon Schummerlicht, während wie schon gesagt viele
Japaner sich zu meiner großen Verwunderung freiwillig Neonlicht aus
mehr oder meist weniger formschönen Flunderlampen aussetzen, die
unter die Decke geschraubt werden. Die LED-Deckenleuchten führen da
schon durch ihre Dimm-Funktion eine neue Lichtkultur in das moderne
Eigenheim ein. Ob ich es mir anschaffe? Irgendwann kommt auch bei mir
so eine LED-Flunder unter die Decke. Nur habe ich mich noch nicht
endgültig entschieden, ob ich auf das fluffig-rund oder eckig-cool
stehen will. Das Angebot an LED-Lampen und -Leuchten ist einfach
Weltspitze in Japan.
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Mittwoch, 4. April 2012
Väter und Söhne - kindgerechte Toiletten
Hier eine Neuauflage eines Posts über kinderfreundliche Toiletten.
Eine der nettesten öffentlichen Toiletten für Kinder und erwachsene gleichermaßen habe ich auf dem
Internationalen Flughafen Gimpo in Seoul gefunden.
Besonders nett finde ich das Pissoir.
Hier ist eine kleinräumigere Lösung von meiner Shopping-Mall Lalaport in Toyosu. Über der kleinen Klobrille ist ein Sitz, auf dem Mann Babys absetzen kann.
Und diese kunterbunte kindgerechte Toilette habe ich in Yokohama gefunden.
Dienstag, 3. April 2012
Schwarzbrot-Sushi für Deutsche
Der Restaurantbesitzer
lernt dort zum Beispiel, dass Chinesen eine 4000-jährige Geschichte
haben, daher sehr stolz auf ihr Land sind und Büffet-Kurse mögen. Briten
mögen's gerne authentisch japanisch. Und die Deutschen sind fleißig und
pünktlich wie Japaner und stehen auf Schwarzbrot und Bio. Wenn man
ihnen biologisch angebaute Lebensmittel anbieten kann, ist das ein Plus,
besagt der Ausländererklärer.
Es
gibt auch eine Seite für religions- und gesinnungsgeleitete
Essgewohnheiten von Moslems, Hindus, Christen und Vegetariern.
Unerklärt und ungeklärt ist allerdings die Verwendung von Dashi, der
klaren japanischen Suppe, die für Miso-Suppe und oft auch zum Garen von
Gemüse verwendet wird. Dashi wird in Japan mit Fisch hergestellt. Und
kaum ein japanischer Koch wird sich etwas böses dabei denken, die einem
Vegatarier vorzusetzen.
Wie gesagt, auch für Touristen bietet die Seite Informationen, wenn die Touristen denn japanisch können! Denn auf der Startseite
ist der Link zu den Ausländer-Seiten sinnigerweise nur auf japanisch
verfasst. Wenn ein Sprachunkundiger dennoch durch irgendeinen Zufall
oder durch diesen Link
auf die Ausländerseite stößt, findet er eine Reihe durchaus
interessanter Informationen auf Japanisch, Englisch, Koreanisch,
Chinesisch, Französisch und Deutsch.
Neben
einer Anleitung zum Sushi-Essen (nicht mit Messer und Gabel, nicht mit
Stäbchen aufspießen) gibt es auch ein Online-Magazin und nach Regionen
geordnet die Adressen von Restaurants mit englisch-sprachigen
Speisekarten. Keine großartige Auswahl, aber ein Anfang für weniger
Wagemutige und Experimentierfreudige.
Na dann, guten Appetit.
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