Am Sonnabend startet im Scheichtum Katar die Tagung des Washingtoner Artenschutzuebereinkommens, auf der ein über ein Handelsverbot für Thunfisch abgestimmt werden soll. Japan hat sich für die Sitzung wie schon beim Walfang die Rolle des bösen Buben ausgesucht und will ein Handelsverbot verhindern, oder wenn das nicht klappt, unterlaufen.
Japan will ein mögliches Handelsverbot von Thunfisch aus dem Atlantik oder dem Mittelmeer unterlaufen. Wenn es auf der Tagung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, die am heutigen Sonnabend im Scheichtum Katar beginnt, „hart auf hart kommt, werden wir Vorbehalt einlegen“, kündete jüngst Japans Vize-Landwirtschaftsminister Masahiko Yamada an.
Mit dieser harten Ankündigung reagiert Japan auf den Vorstoß Monacos, die Bestände von Blauflossenthun im Atlantik und Mittelmeer als „unmittelbar bedroht“ einzustufen und damit den internationalen Handel zu verbieten. Japans Schritt würden den Bann jedoch aushebeln. Denn das Land könnte damit weiter den Fang von Nationen kaufen, die ihrerseits Vorbehalt einlegen. Und wahrscheinlich werden viele Nationen dieser Versuchung nicht widerstehen können, weil Japan schlicht der größte Importeur des edelen Fisches ist.
Drei Viertel des Thunfangs verschwindet roh als Sashimi oder Auflage für Sushi in japanischen Mägen. Denn das Fleisch des majestätischen Fisches gilt hierzulande als der höchste Hochgenuss. So erzielte ein Thunfisch in der traditionellen Jahresauftaktauktion auf dem Tokioter Fischmarkte einen Preis von 16,2 Millionen Yen (130000 Euro).
Noch ist nicht einmal gesichert, dass sich die Artenschützer durchsetzen. Der Vorschlag benötigt eine Zweidrittelmehrheit, um in Kraft zu treten. „Und um die wird es in Doha zu einer Art Schlacht zwischen den Befürwortern und Gegnern des Banns um die anderen Nationen kommen“, sagt ein Vertreter des japanischen Fischereiministeriums.
Die Europäische Union und die USA haben sich bereits auf die Seite der Artenschutzorganisationen geschlagen, die seit Jahren vor einem Kollaps der Thunfischbestände warnen. Greenpeace fordert bereits, weite Teile der Weltmeere in Schutzzonen umzuwandeln, in denen jeder Fang verboten wird. So soll sich der Bestand erholen können. Japan hingegen kämpft selbst auf die Gefahr gegen ein Handelsverbot, dass die Nation wie schon bei der Fortsetzung ihres Walfangs von den Umweltschutzgruppen an den Pranger gestellt wird.
Japans Motiv ist nicht die Angst, keinen Thunfisch für Sushi und Sashimi mehr zu haben. Einen Großteil des edlen Fisches bezieht das Land eh aus dem Pazifik. Das Land sieht sich schlicht zu unrecht angeprangert, da es sich als Vorreiter eines geregelten Fangs und die EU als Bremser ansieht.
Das Ministerium klagt die EU an, japanische Vorstöße zum Artenschutz in der Internationalen Kommission für den Schutz des Thunfischs im Atlantik (ICCAT) blockiert zu haben. Die ICCAT regelt den Thunfischfang im Atlantik und im Mittelmeer. Der Thunfisch in anderen Regionen wird von ähnlichen internationalen Gremien gemanagt. „Die ICCAT war sehr faul“, sagt der japanische Beamte.
So habe Japan voriges Jahr auf der ICCAT eine Aussetzung des Fangs vorgeschlagen, aber die EU habe sich dagegen ausgesprochen. Stattdessen wurden die Fangquoten nur um 40 Prozent gesenkt. „Nun fordert die EU auf einmal einen Handelsbann“, so der Beamte, „wir sind sehr überrascht.“
Dass die Bestände gefährdet sind und etwas getan werden muss, steht dabei außer Frage. Denn nicht nur der geregelte, sondern auch der illegale Fischfang setzt der Delikatesse zu. Nur weist Japan daraufhin, dass zum einen die Einstufung des atlantischen Bestandes als extrem gefährdet wissenschaftlich noch umstritten ist. Denn die Forscher fußen ihre Analysen auf unterschiedlichen Schätzungen des ursprünglichen Bestands. Zum anderen hält die Regierung die ICCAT und nicht die Artenschutzkonferenz für zuständig.
Zum anderen bezeichnet Japan ein Handelsverbot für ungerecht, da es einige Staaten stärker trifft als andere. Schließlich dürfen die Staaten trotz eines Handelsbanns innerhalb ihrer 200-Meilen-Zone Thun fischen und innerhalb des Landes verkaufen und verzehren. Dies sichert Küstenfischern in den USA und der EU weiter das Überleben, da diese Märkte über eigene Nachfrage verfügen. Fischer in reinen Exportländern wie der Türkei oder Tunesien müssen hingegen die Netze einholen.
Japans Fischereibehörde unterstrich seine Position am Donnerstag mit einer Pioniertat. Erstmals stoppte es die Auslieferung von 2200 Tonnen Thunfisch wegen Ungereimheiten in den Lieferdokumenten, berichten Japans Medien. Für Artenschützer ist dies ein Beleg für die weite Verbreitung illegaler Raubfischer. Die Regierung will damit hingegen nach Meinung von Experten demonstrieren, dass die Schutzmechanismen der ICCAT Thunfischfang funktionieren.
Gleichzeitig wischt Japan der EU eins aus. Denn pikanterweise handelt es sich teilweise um Fisch , den französische und italienische Fischer als Jungfisch gefangen, in Malta in Thunfischfarmen gemästet und dann tiefgefroren nach Japan exportiert haben.
Die Thunfischmast ist beliebt, aber bis vor kurzem kein Mittel gegen die Ausrottung, weil die Züchtung von Nachwuchs in der Gefangenschaft nicht möglich war. Daher mussten die riesigen Netze der Farmen durch Fang aufgefüllt werden. Doch hier liefert Japan inzwischen eine Lösung. Den Wissenschaftlern der Kinki Universität ist es gelungen, den vollen Kreislauf vom Laichen bis finalen Fang in der Gefangenschaft zu durchlaufen.
Inzwischen wird die Technik auch im Ausland verkauft.
Aufsehen erregte voriges Jahr die Zusammenarbeit mit der australischen Firma Clean Seas, in der erstmals südlicher Blauflossenthun gezüchtet wurde. Das Magazine Time bezeichnete diesen Durchbruch als zweitbeste Erfindung des Jahres 2009. Für Gourmets bleiben die Mastfische allerdings nur zweite Wahl. „Wilder Thunfisch schmeckt einfach besser“, sagt der japanische Fischereiexperte.
Samstag, 13. März 2010
Sushi-Hunger blockiert Thunfischschutz
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Freitag, 12. März 2010
Toyota: Vertragsarbeiter begeht Selbstmord im Prius
Toyota kommt in Japan aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Heute hat sich ein Vertragsarbeiter in der Fujimatsu-Fabrik der Toyota-Tochter Toyota Auto Body in einen Prius gesetzt und Selbstmord begangen. Er soll Schwefelwasserstoff inhaliert haben. Ist die Konzentration des toxischen Gases hoch genug, tritt der Tod fast sofort ein.
Das Motiv ist aus den mir vorliegenden Medienberichten noch nicht zu entnehmen. Aber nach Gerüchten, die mir zugetragen wurden, soll sein Vertrag nach drei Jahren Schufterei als Vertragsarbeiter nicht verlängert worden sein. Toyota und andere japanische Firmen haben in den Boomjahren vor allem Vertragsarbeiter eingestellt, um im Aufschwung die Löhne zu senken und in der Krise einfacher Personal loszuwerden. Vertragsarbeiter muss ein Untenehmen schließlich nicht feuern. Das Management verlängert schlicht die Verträge nicht mehr.
* Toyotas Arbeitsbedingungen sind vor ein paar Jahren in die Kritik geraten, weil zwei Angestellte nach amtlicher Feststellung an Karoshi (Überarbeitung) gestorben waren. 2002 war ein 30-jähriger Arbeiter umgefallen, 2006 ein leitender Ingenieur bei der Entwicklung des Camry Hybrid.
Das Motiv ist aus den mir vorliegenden Medienberichten noch nicht zu entnehmen. Aber nach Gerüchten, die mir zugetragen wurden, soll sein Vertrag nach drei Jahren Schufterei als Vertragsarbeiter nicht verlängert worden sein. Toyota und andere japanische Firmen haben in den Boomjahren vor allem Vertragsarbeiter eingestellt, um im Aufschwung die Löhne zu senken und in der Krise einfacher Personal loszuwerden. Vertragsarbeiter muss ein Untenehmen schließlich nicht feuern. Das Management verlängert schlicht die Verträge nicht mehr.
* Toyotas Arbeitsbedingungen sind vor ein paar Jahren in die Kritik geraten, weil zwei Angestellte nach amtlicher Feststellung an Karoshi (Überarbeitung) gestorben waren. 2002 war ein 30-jähriger Arbeiter umgefallen, 2006 ein leitender Ingenieur bei der Entwicklung des Camry Hybrid.
Die Newsliste: Freitag, 12.3.2010
Sporadisch, * subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die News vom Tage:
Japans Premier Hatoyama will weicheren Yen erzwingen
Ministerpräsident Yukio Hatoyama will Schritte zur Stützung des Yen-Kurses unternehmen. Wegen Entwicklungen im Ausland sei der Yen-Kurs erstarkt, was nicht die Schwäche der japanischen widerspiegele, sagte Hatoyama im Parlament. "Ich denke, wir müssen harte Schritte gegen die Yen-Stärke unternehmen."
* Hatoyama verstärkt mit seinem Auftritt wenige Tage vor der kommenden Notenbank-Tagung die Spekulationen, dass Japans Regierung näher an Wechselkursinterventionen heranrückt und die Notenbank ihre Geldpolitik lockert.
Dazu: Geldpolitik: Neues Vorstandsmitglied
Japans Regierung ernennt neues Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank. Damit ist auch der letzte freie Platz, der seit 2008 unbesetzt war, wieder gefüllt. Der Kandidat heißt Yoshihisa Morimoto und ist ein ehemaliger Vorstand vom Tokioter Stromversorger Tepco.
Japan inhaftiert Walschützer
Japans Küstenwache hat heute bei der Rückkehr der japanischen Walfangflotte ein Mitglied der radikalen Walschutzorganisation Sea Shepherd wegen illegalen Betretens eines Walfangschiffes festgenommen. Bethune hatte in antarktischen Gewässern ein Schiff der Flotte geentert. Er wollte damit gegen den Verlust seines Schiffes demonstrieren, das von dem Walfangschiff über den Haufen gefahren war.
Außerdem läuft in Japan gerade ein Prozess gegen zwei Greenpeace-Mitglieder (Tokyo Two), die einen Skandal im Walfleischhandel aufgedeckt haben und sich nun deswegen vor Gericht verantworten müssen. Eine UN-Menschenrechtskommission hat gegen das Verfahren protestiert.
Sushi-Hunger blockiert Thunfischschutz
Am Sonnabend startet im Scheichtum Katar die Tagung des Washingtoner Artenschutzuebereinkommens, auf der ein über ein Handelsverbot für Blauflossenthunfisch aus dem Atlantik und dem Mittelmeer abgestimmt werden soll. Japan hat sich für die Sitzung wie schon beim Walfang die Rolle des bösen Buben ausgesucht und will ein Handelsverbot verhindern, oder wenn das nicht klappt, unterlaufen. Wenn es hart auf hart käme, werde Japan Vorbehalt einlegen, hatte ein hochrangiger Kader des Landwirtschaftsministeriums erklärt. Damit könnte Japan, der größte Thunfisch-Importeur der Welt, nach den Regeln des Artenschutzabkommens mit Ländern weiter Handel treiben, die ebenfalls Vorbehalt anmelden.
Hier noch eine Südkorea-Meldung mit entferntem Bezug zu Japan:
Wandelt Hyundai auf Toyotas Pfaden?
Hyundai Motor wählt Sohn des Chairman in den Vorstand. Dies wird als ein wichtiger Schritt für die geregelte Machtübergabe vom 72-jährigen Chairman Chung Mong-koo an seinen 40-jährigen Erben Chung Eui-sun gesehen.
Hyundais Entwicklung sieht damit immer mehr wie eine Kopie von Toyotas Weg aus. Wie Toyota seit Mitte der 1990er Jahre steigert Hyundai derzeit seinen Absatz rasant. Wie bei Toyota wählt Hyundai in dieser Expansionsphase ein junges Familienmitglied in den Vorstand. Und wie Toyota leiert der Vorstand die Litanai "Qualität über alles" hinunter. Kein gutes Omen für Chung Junior: Bei Toyota hat Akio Toyoda das Unternehmen mitten in der Krise übernommen. Mal sehen, ob sich die Geschichte wiederholt.
Japans Premier Hatoyama will weicheren Yen erzwingen
Ministerpräsident Yukio Hatoyama will Schritte zur Stützung des Yen-Kurses unternehmen. Wegen Entwicklungen im Ausland sei der Yen-Kurs erstarkt, was nicht die Schwäche der japanischen widerspiegele, sagte Hatoyama im Parlament. "Ich denke, wir müssen harte Schritte gegen die Yen-Stärke unternehmen."
* Hatoyama verstärkt mit seinem Auftritt wenige Tage vor der kommenden Notenbank-Tagung die Spekulationen, dass Japans Regierung näher an Wechselkursinterventionen heranrückt und die Notenbank ihre Geldpolitik lockert.
Dazu: Geldpolitik: Neues Vorstandsmitglied
Japans Regierung ernennt neues Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank. Damit ist auch der letzte freie Platz, der seit 2008 unbesetzt war, wieder gefüllt. Der Kandidat heißt Yoshihisa Morimoto und ist ein ehemaliger Vorstand vom Tokioter Stromversorger Tepco.
Japan inhaftiert Walschützer
Japans Küstenwache hat heute bei der Rückkehr der japanischen Walfangflotte ein Mitglied der radikalen Walschutzorganisation Sea Shepherd wegen illegalen Betretens eines Walfangschiffes festgenommen. Bethune hatte in antarktischen Gewässern ein Schiff der Flotte geentert. Er wollte damit gegen den Verlust seines Schiffes demonstrieren, das von dem Walfangschiff über den Haufen gefahren war.
Außerdem läuft in Japan gerade ein Prozess gegen zwei Greenpeace-Mitglieder (Tokyo Two), die einen Skandal im Walfleischhandel aufgedeckt haben und sich nun deswegen vor Gericht verantworten müssen. Eine UN-Menschenrechtskommission hat gegen das Verfahren protestiert.
Sushi-Hunger blockiert Thunfischschutz
Am Sonnabend startet im Scheichtum Katar die Tagung des Washingtoner Artenschutzuebereinkommens, auf der ein über ein Handelsverbot für Blauflossenthunfisch aus dem Atlantik und dem Mittelmeer abgestimmt werden soll. Japan hat sich für die Sitzung wie schon beim Walfang die Rolle des bösen Buben ausgesucht und will ein Handelsverbot verhindern, oder wenn das nicht klappt, unterlaufen. Wenn es hart auf hart käme, werde Japan Vorbehalt einlegen, hatte ein hochrangiger Kader des Landwirtschaftsministeriums erklärt. Damit könnte Japan, der größte Thunfisch-Importeur der Welt, nach den Regeln des Artenschutzabkommens mit Ländern weiter Handel treiben, die ebenfalls Vorbehalt anmelden.
Hier noch eine Südkorea-Meldung mit entferntem Bezug zu Japan:
Wandelt Hyundai auf Toyotas Pfaden?
Hyundai Motor wählt Sohn des Chairman in den Vorstand. Dies wird als ein wichtiger Schritt für die geregelte Machtübergabe vom 72-jährigen Chairman Chung Mong-koo an seinen 40-jährigen Erben Chung Eui-sun gesehen.
Hyundais Entwicklung sieht damit immer mehr wie eine Kopie von Toyotas Weg aus. Wie Toyota seit Mitte der 1990er Jahre steigert Hyundai derzeit seinen Absatz rasant. Wie bei Toyota wählt Hyundai in dieser Expansionsphase ein junges Familienmitglied in den Vorstand. Und wie Toyota leiert der Vorstand die Litanai "Qualität über alles" hinunter. Kein gutes Omen für Chung Junior: Bei Toyota hat Akio Toyoda das Unternehmen mitten in der Krise übernommen. Mal sehen, ob sich die Geschichte wiederholt.
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Donnerstag, 11. März 2010
Tech-Blog: Systemkrieg setzt Spiegelreflexkameras zu
Im donnerstäglichen Blog auf Technology Review setze ich mich mit der Zukunft der Spiegelreflexfotografie auseinander. Meines Erachtens werden traditionelle Spiegelreflexkameras im Massenmarkt von Wechselobjektivsystemen ohne das aufwendige und schwere Spiegelsystem ersetzt. Pioniere sind Panasonic und Olympus mit ihrem Micro FourThirds-System. Doch seit diesem Jahr spielt auch Samsung mit.
Am Dienstag hat Panasonic in Japan die erste Kamera mit Wechselobjektiven UND Touchscreen vorgestellt, die Lumix G2. Ich habe sie ausprobiert und muss sagen, sie ermöglicht wirklich ein ganz neues Fotografiergefühl: Mit einem einfachen Fingerklick auf den Touchscreen können Fotografen mit dem Gerät ein Motiv scharf stellen (der Autofokus verfolgt das markierte Motiv sogar, wenn es sich oder sich die Kamera bewegt) oder sogar auslösen.
Interessant sind auch die neuen Objektive, mit denen Panasonic das volle Brennweitenspektrum vom Fish-eye bis zum Super-Tele abdeckt.
Um die Brennweitenangabe mit einer herkömmlichen Kleinbildkamera vergleichbar zu machen, muss man den Wert verdoppeln.
Neueinsteiger in das Segment werden einige Zeit brauchen, bis sie Panasonics und Olympus Objektiv-Vielfalt einholen werden.
Und hier noch die neue Farbe.
Zu meiner Überraschung war die Pressepräsentation am Dienstag übervoll. Dies zeigt, dass zumindest in Japan ein riesiges öffentliches Interesse an diesem Kameratyp besteht.
Am Dienstag hat Panasonic in Japan die erste Kamera mit Wechselobjektiven UND Touchscreen vorgestellt, die Lumix G2. Ich habe sie ausprobiert und muss sagen, sie ermöglicht wirklich ein ganz neues Fotografiergefühl: Mit einem einfachen Fingerklick auf den Touchscreen können Fotografen mit dem Gerät ein Motiv scharf stellen (der Autofokus verfolgt das markierte Motiv sogar, wenn es sich oder sich die Kamera bewegt) oder sogar auslösen.
Auf dem Foto hier demonstriere ich mit Hilfe eines freundlichen Handmodells, wie das Auslösen funktioniert. Man aktivere den Touchscreen-Auslöser (gelb markiertes Symbol), wähle den Bildausschnitt und tippe auf das Motiv, das man scharf gestellt haben möchte. Klick - und fertig ist das Bild. Eine tolle Idee zum Auslösen und Fokussieren in den verrücktesten Positionen.
Und so sieht die Kamera auseinandergenommen aus. Interessant sind auch die neuen Objektive, mit denen Panasonic das volle Brennweitenspektrum vom Fish-eye bis zum Super-Tele abdeckt.
Um die Brennweitenangabe mit einer herkömmlichen Kleinbildkamera vergleichbar zu machen, muss man den Wert verdoppeln.
Neueinsteiger in das Segment werden einige Zeit brauchen, bis sie Panasonics und Olympus Objektiv-Vielfalt einholen werden.
Und hier noch die neue Farbe.
Zu meiner Überraschung war die Pressepräsentation am Dienstag übervoll. Dies zeigt, dass zumindest in Japan ein riesiges öffentliches Interesse an diesem Kameratyp besteht.
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Mittwoch, 10. März 2010
Die Newsliste, 10.3.2010
Sporadisch, * subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die News vom Tage:
Erinnerung an die Vergänglichkeit: Mein Freund, der Baum...
Nachrichtentechnisch ist heute bisher ein ruhiger Tag gewesen. Nur in alten Tempelstadt Kamakura hat es heute im Morgengrauen kräftig gerummst. Vor dem Hauptschrein im Tsurugaoka Hachimangu-Schrein ist ein majestätischer tausendjähriger Ginkobaum umgefallen. Grund soll der starke Wind am Vorabend gewesen sein.
Mehr über dieses Drama gibt es hier zulesen (auf japanisch),
Ansonsten noch eine kleine Nachricht mit entferntem Bezug zu Japan
NORDKOREA
Nordkorea verleast Hafenpier an China
Nordkorea verleast nach einem Bericht der chinesischen Zeitung Global Times einen Pier im Hafen Rajin im nordostkoreanischen Dreiländereck zwischen China, Korea und Russland für zehn Jahre an ein chinesisches Unternehmen. Damit gewinnt China erstmals seit mehr als 100 Jahren einen Hafenanschluss an das Japanische Meer.
Ziel ist eine Stärkung der unter dem Strukturwandel leidenden nordostchinesischen Provinzen, die durch den Hafenanschluss die Lieferung von Kohle nach Südchina drastisch erleichtern können und direkten Zugang zum Pazifik gewinnen. Der Hafen ist nur 48 Kilometer von Chinas Region entfernt, die bisher auf die mehrere hundert Kilometer entfernten chinesischen Häfen am Gelben Meer angewiesen ist.
Der Leasingvertrag verstärkt in den Augen der Artikelschreiber die Spekulationen, dass Nordkorea sich weiter öffnet.
Mehr dazu hier ...
Erinnerung an die Vergänglichkeit: Mein Freund, der Baum...
Nachrichtentechnisch ist heute bisher ein ruhiger Tag gewesen. Nur in alten Tempelstadt Kamakura hat es heute im Morgengrauen kräftig gerummst. Vor dem Hauptschrein im Tsurugaoka Hachimangu-Schrein ist ein majestätischer tausendjähriger Ginkobaum umgefallen. Grund soll der starke Wind am Vorabend gewesen sein.
Mehr über dieses Drama gibt es hier zulesen (auf japanisch),
Ansonsten noch eine kleine Nachricht mit entferntem Bezug zu Japan
NORDKOREA
Nordkorea verleast Hafenpier an China
Nordkorea verleast nach einem Bericht der chinesischen Zeitung Global Times einen Pier im Hafen Rajin im nordostkoreanischen Dreiländereck zwischen China, Korea und Russland für zehn Jahre an ein chinesisches Unternehmen. Damit gewinnt China erstmals seit mehr als 100 Jahren einen Hafenanschluss an das Japanische Meer.
Ziel ist eine Stärkung der unter dem Strukturwandel leidenden nordostchinesischen Provinzen, die durch den Hafenanschluss die Lieferung von Kohle nach Südchina drastisch erleichtern können und direkten Zugang zum Pazifik gewinnen. Der Hafen ist nur 48 Kilometer von Chinas Region entfernt, die bisher auf die mehrere hundert Kilometer entfernten chinesischen Häfen am Gelben Meer angewiesen ist.
Der Leasingvertrag verstärkt in den Augen der Artikelschreiber die Spekulationen, dass Nordkorea sich weiter öffnet.
Mehr dazu hier ...
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Dienstag, 9. März 2010
Technik: Panasonics Lumix G2 - Highendfotografie per Touchscreen
Heute hat Panasonic in Japan die erste Kamera mit Wechselobjektiven UND Touchscreen vorgestellt, die Lumix G2. Ich habe sie ausprobiert und muss sagen, sie ermöglicht wirklich ein ganz neues Fotografiergefühl: Mit einem einfachen Fingerklick auf den Touchscreen können Fotografen mit dem Gerät ein Motiv scharf stellen (der Autofokus verfolgt das markierte Motiv sogar, wenn es sich oder sich die Kamera bewegt) oder sogar auslösen.
Auf dem Foto hier demonstriere ich mit Hilfe eines freundlichen Handmodells, wie das Auslösen funktioniert. Man aktivere den Touchscreen-Auslöser (gelb markiertes Symbol), wähle den Bildausschnitt und tippe auf das Motiv, das man scharf gestellt haben möchte. Klick - und fertig ist das Bild. Eine tolle Idee zum Auslösen und Fokussieren in den verrücktesten Positionen.
Auf dem Foto hier demonstriere ich mit Hilfe eines freundlichen Handmodells, wie das Auslösen funktioniert. Man aktivere den Touchscreen-Auslöser (gelb markiertes Symbol), wähle den Bildausschnitt und tippe auf das Motiv, das man scharf gestellt haben möchte. Klick - und fertig ist das Bild. Eine tolle Idee zum Auslösen und Fokussieren in den verrücktesten Positionen.
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Technik
Link: Lebensversicherer Dai-ichi strebt an die Börse
Heute in der NZZ (und zur Abwechslung auch mal online) ein Artikel über den kommenden Börsengang des japanischen Lebensversicherers Dai-Ichi Mutual Life.
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Versicherungen
Technik: Sony-TV in 3D - Tiefer Griff ins Portemonnaie für tiefe Bilder
Sony will 2010 25 Mio. Flach-TVs verkaufen, zehn Prozent davon sollen 3-D-TVs sein, die der Konzern im Juni auf den Markt bringen will. Dies erklärte der Konzern heute bei der Vorstellung seines 3D-TVs für den japanischen Markt.
So viel ich von 3D auch halte, betriebswirtschaftlich bleibt die wichtigste Frage natürlich, ob der Konzern mit TVs endlich Geld verdienen kann. Die letzten Jahre erwirtschaftete die Sparte Verluste. Erst im vergangenen Quartal schlüpfte sie in die Gewinnzone, wenn ich mich recht erinnere.
* Außerdem: Es ist noch ein teures Vergnügen, das räumliche Sehen auf flachen Fernsehern. Sonys Erstling, ein 46-Zoll-Modell, soll so umgerechnet über den Daumen 3000 Euro kosten. Für den Preis kann ich mir ungefähr 350 mal Camerons 3D-Schinken Avator im 3D-Kino angucken.
Die Newsliste: Dienstag, 9.3.2010
Sporadisch, * subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die News vom Tage.
Finanzindustrie
Legalen Kredithaien droht Massensterben
Mehreren tausend Verbraucherkreditfirmen droht durch eine Verschärfung der Kreditrichtlinien das Aus. Nach den neuen Regierungsvorgaben müssen sich die kleinen Wucherer bis Juni bei zwei Agenturen anmelden, die die Einhaltung der neuen, verschärften Kreditvergaberichtlinien überwachen. Experten gehen davon aus, dass viele Unternehmen die Frist nicht einhalten können und schließen müssen.
* Damit klopft die Regierung einen weiteren Nagel in den Sarg der ehemals florierenden legalen Kreditwucherer, die in Japan traditionell das von den Banken gemiedene Gebiet ungesicherter Verbraucherkredite bestimmten. In einem ersten Schritt senkte die Regierung den Höchstzins für ungesicherte Verbraucherkredite von 29,8 auf etwa 20 Prozent und stürzte die einst lukrativen großen Geldverleiher tief in die roten Zahlen und löschte rund 10000 kleine aus. Durch die Verschärfung der Kontrolle soll nun das verbleibende Dickicht von fast 5000 Wucherern gelichtet werden.
POLITIK
Japan entdeckt Geheimvertrag
Nach monatelangen Untersuchung hat Japan Regierung plötzlich etwas herausgefunden, das die Welt schon seit Jahrzehnten wusste: Ein Geheimvertrag erlaubte es Japans Schutzmacht USA, trotz Japans pazifistischer Verfassung und ohne die Regierung zu informieren, Atomwaffen in Japans Hoheitsgebiet einzuführen. Unter den im September 2009 aus dem Amt gewählten Liberaldemokraten hatte die Regierung den Pakt beharrlich geleugnet.
* Nun, innenpolitisch ist dies natürlich ein kleiner Sieg für die Demokraten. Weltpolitisch gesehen ist es wenig bedeutsam. Wenn überhaupt eignet sich die Posse nur dazu, Japans diplomatisches Ansehen zu unterminieren.
NORDKOREA
NK vorbereitet auf Gespräche und Krieg
Nordkorea begleitet die Manöver der Amis in Südkorea erneut mit einer Mobilmachung seines Militärs und verbalen Säbelrasseln. Das Land sei bereit, sein Atomwaffenarsenal auszubauen. Aber, und das ist wohl die versöhnliche Botschaft, man sei auch bereit zu verhandeln.
TAIWAN
Präsident und Premier bitten Gesundheitsminister, zu bleiben.
Taiwans Präsident und Premier haben Gesundheitsminister Yaung aufgefordert, seinen überraschenden Rücktritt zurückzunehmen. Yaung hatte heute sein Amt niedergelegt, weil es ihm in seiner Gesundheitsreform nicht gelungen war, wie von der Regierung verlangt 75 Prozent der Versicherten von Beitragserhöhungen zu verschonen. Nach seinem Plan könnten nur 59 Prozent gleichbleibende Beiträge genießen.
Finanzindustrie
Legalen Kredithaien droht Massensterben
Mehreren tausend Verbraucherkreditfirmen droht durch eine Verschärfung der Kreditrichtlinien das Aus. Nach den neuen Regierungsvorgaben müssen sich die kleinen Wucherer bis Juni bei zwei Agenturen anmelden, die die Einhaltung der neuen, verschärften Kreditvergaberichtlinien überwachen. Experten gehen davon aus, dass viele Unternehmen die Frist nicht einhalten können und schließen müssen.
* Damit klopft die Regierung einen weiteren Nagel in den Sarg der ehemals florierenden legalen Kreditwucherer, die in Japan traditionell das von den Banken gemiedene Gebiet ungesicherter Verbraucherkredite bestimmten. In einem ersten Schritt senkte die Regierung den Höchstzins für ungesicherte Verbraucherkredite von 29,8 auf etwa 20 Prozent und stürzte die einst lukrativen großen Geldverleiher tief in die roten Zahlen und löschte rund 10000 kleine aus. Durch die Verschärfung der Kontrolle soll nun das verbleibende Dickicht von fast 5000 Wucherern gelichtet werden.
POLITIK
Japan entdeckt Geheimvertrag
Nach monatelangen Untersuchung hat Japan Regierung plötzlich etwas herausgefunden, das die Welt schon seit Jahrzehnten wusste: Ein Geheimvertrag erlaubte es Japans Schutzmacht USA, trotz Japans pazifistischer Verfassung und ohne die Regierung zu informieren, Atomwaffen in Japans Hoheitsgebiet einzuführen. Unter den im September 2009 aus dem Amt gewählten Liberaldemokraten hatte die Regierung den Pakt beharrlich geleugnet.
* Nun, innenpolitisch ist dies natürlich ein kleiner Sieg für die Demokraten. Weltpolitisch gesehen ist es wenig bedeutsam. Wenn überhaupt eignet sich die Posse nur dazu, Japans diplomatisches Ansehen zu unterminieren.
NORDKOREA
NK vorbereitet auf Gespräche und Krieg
Nordkorea begleitet die Manöver der Amis in Südkorea erneut mit einer Mobilmachung seines Militärs und verbalen Säbelrasseln. Das Land sei bereit, sein Atomwaffenarsenal auszubauen. Aber, und das ist wohl die versöhnliche Botschaft, man sei auch bereit zu verhandeln.
TAIWAN
Präsident und Premier bitten Gesundheitsminister, zu bleiben.
Taiwans Präsident und Premier haben Gesundheitsminister Yaung aufgefordert, seinen überraschenden Rücktritt zurückzunehmen. Yaung hatte heute sein Amt niedergelegt, weil es ihm in seiner Gesundheitsreform nicht gelungen war, wie von der Regierung verlangt 75 Prozent der Versicherten von Beitragserhöhungen zu verschonen. Nach seinem Plan könnten nur 59 Prozent gleichbleibende Beiträge genießen.
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Montag, 8. März 2010
Delfin-Fang-Film fängt Oscar ein
Der Film "Die Bucht", ein Dokumentarfilm über das Delfinmassaker in dem beschaulichen Fischerörtchen Taiji, hat doch tatsächlich einen Oskar gewonnen. Meiner Meinung handelt es sich um einen gut gemachten Propaganda-Film, der dem heimlichen Treiben in der Bucht mit hohem Aufwand wirklich ein paar Bilder abgezwungen hat. Bin mal gespannt, ob dieser Film nun mit dem Oskar-Siegel in Japan weite Verbreitung finden wird.
Angesichts der harten Pro-Walfang-Front halte ich einen raschen Meinungsumschwung in Japan für unwahrscheinlich. Aber inzwischen finden auch Walfanggegner etwas Gehör. Spannend wird die Berichterstattung Ende dieser Woche, wenn die Küstenwache den neuseeländischen Kapitän der militanten Walschützer Sea Shepherd, Bethune, anlanden wird, um ihm wegen illegalen Enterns eines Walfangschiffes den Prozess zu machen.
Technik: Mitsubishis eAuto kommt nach Europa
Einen Kapitalbund haben Mitsubishi Motors und der französische Autobauer PSA gerade abgesagt, aber ihre Elektroauto-Allianz die Partner mit Vollgas voran. Bereits im Oktober will Mitsubishi mit der Produktion von E-Autos für PSA beginnen, die Ende 2010 in Europa unter den Marken Peugeot und Citroen auf den Markt kommen sollen. Der Vertrag umfasst die Lieferung von 100000 Elektroautos in einem nicht näher genannten Zeitraum.
* Damit haben sich inzwischen alle französischen Hersteller durch japanische Technik einen Frühstart in Sachen eAuto gesichert. Renault profitiert von seiner Allianz mit Nissan. Ich bin mal gespannt, wie die Autochen einschlagen werden. Fahrspaß gewähren sie jedenfalls reichlich, nur eben nicht über lange Strecken.
Einige persönliche Fahrtests gibt es hier:
1. Mit Hondas Brennstoffzellenauto FCX Clarity bin ich 2008 durch Tokio gesaust - Titel: Die Fahrt im Millionen-Dollar-Auto.
2. Nissans Vorgänger des Leaf fuhr ich 2009 auf einer Teststrecke spazieren. Thema: Vorsicht vor dem eAuto!.
3. Mitsubishi I-Miev trat ich ein paar Wochen später hart und veröffentliche meine Eindrücke unter Vorsicht vor dem eAuto! Teil 2 und hier auf diesem Blog (eAuto-Betankung in Aktion).
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Die Newsliste: Montag, 8.3.2010
Sporadisch, * subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die News vom Tage:
Kaiserliches Update:
Prinzessin Aiko traut sich wieder in die Schule
Prinzessin Aiko ist heute wieder in die Schule gegangen. Sie hatte vorige Woche ein paar Tage Auszeit genommen, weil sie sich so vor einem stürmischen Buben erschreckt hatte, der sie bei seinem Versuch, den Zeitraum seines Zuspätkommens durch eilenden Schritt zu verkürzen, fast über den Haufen gerannt hatte. (So wenigstens eine Darstellung der Schule).
Am Freitag gab's zu diesem Thema hier was kurzes.
Konjunktur
Stimmung verbessert sich, Zahlungsbilanzplus vergrößert sich
Ermutigende Zeichen von der Konjunktur, aber nichts wirklich neues. Die jüngsten Zahlen unterstützen die Hoffnung, dass Japan motorisiert durch die Auslandsnachfrage und einen stabilen Konsum einen Rückfall in die Rezession vermeiden kann.
IPO
Zweitgroesster IPO Japans
Die Lebensversicherung Daiichi legt Ausgabepreis fest.
Mit rund 8 bis 10 Mrd. Euro wäre dies Japans zweitgrößter IPO aller Zeiten.
Politik
Popularität der Regierung sinkt auf Rekordtief
Ihre kontinuierlich sinkende Popularität lässt bei Japans Regierung die Alarmglocken schrillen. Die Regierung brauche einen Durchbruch, sagte Premier Yukio Hatoyama heute. Die schwerste Aufgabe, die von vielen Beobachtern zu seiner Schicksalsfrage hochgejubelt wird, ist die Frage des Umzugs einer US-Luftwaffenbasis auf der Insel Okinawa. Die Stadt Nago hat heute gegen die ursprünglich geplante Ansiedlung der Basis auf ihrem Gebiet gestimmt. Die Koalitionspartner der Demokraten werden heute ihre Vorschläge vorlegen.
Doch auch sein Generalsekretär Ichiro Ozawa ist eine Bürde, seit die Staatsanwaltschaft ihn durch ein bei Rechtsexperten als fehlerhaft kritisiertem Verfahren in einen Parteispendenskandal verwickeln wollte.
Die Luft wird dünn für Hatoyama.
Gut:
Japans Unternehmensverband Nippon Keidanren entpolitisiert sich (ein wenig)
Er will doch seinen Mitgliedern tatsächlich keine Spendenempfehlung für politische Parteien mehr geben.
Kaiserliches Update:
Prinzessin Aiko traut sich wieder in die Schule
Prinzessin Aiko ist heute wieder in die Schule gegangen. Sie hatte vorige Woche ein paar Tage Auszeit genommen, weil sie sich so vor einem stürmischen Buben erschreckt hatte, der sie bei seinem Versuch, den Zeitraum seines Zuspätkommens durch eilenden Schritt zu verkürzen, fast über den Haufen gerannt hatte. (So wenigstens eine Darstellung der Schule).
Am Freitag gab's zu diesem Thema hier was kurzes.
Konjunktur
Stimmung verbessert sich, Zahlungsbilanzplus vergrößert sich
Ermutigende Zeichen von der Konjunktur, aber nichts wirklich neues. Die jüngsten Zahlen unterstützen die Hoffnung, dass Japan motorisiert durch die Auslandsnachfrage und einen stabilen Konsum einen Rückfall in die Rezession vermeiden kann.
IPO
Zweitgroesster IPO Japans
Die Lebensversicherung Daiichi legt Ausgabepreis fest.
Mit rund 8 bis 10 Mrd. Euro wäre dies Japans zweitgrößter IPO aller Zeiten.
Politik
Popularität der Regierung sinkt auf Rekordtief
Ihre kontinuierlich sinkende Popularität lässt bei Japans Regierung die Alarmglocken schrillen. Die Regierung brauche einen Durchbruch, sagte Premier Yukio Hatoyama heute. Die schwerste Aufgabe, die von vielen Beobachtern zu seiner Schicksalsfrage hochgejubelt wird, ist die Frage des Umzugs einer US-Luftwaffenbasis auf der Insel Okinawa. Die Stadt Nago hat heute gegen die ursprünglich geplante Ansiedlung der Basis auf ihrem Gebiet gestimmt. Die Koalitionspartner der Demokraten werden heute ihre Vorschläge vorlegen.
Doch auch sein Generalsekretär Ichiro Ozawa ist eine Bürde, seit die Staatsanwaltschaft ihn durch ein bei Rechtsexperten als fehlerhaft kritisiertem Verfahren in einen Parteispendenskandal verwickeln wollte.
Die Luft wird dünn für Hatoyama.
Gut:
Japans Unternehmensverband Nippon Keidanren entpolitisiert sich (ein wenig)
Er will doch seinen Mitgliedern tatsächlich keine Spendenempfehlung für politische Parteien mehr geben.
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Politik
Sonntag, 7. März 2010
Die Newsliste: Sonntag, 7.3.2010
Sporadisch, * subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die News vom Tage.
Fujitsus Führungskrimi, Teil II
Fujitsu ändert Rücktrittsstory
Fujitsu hat gestern in einer außerordentlichen Vorstandssitzung beschlossen, die offizielle Begründung für den überraschenden Rücktritt von Nozoe als Firmenchef im September 2009 zu ändern. Hatte das Unternehmen damals noch eine Erkrankung Nozoes als Grund angeben, heißt es nun, dass der ehemalige einer internen Untersuchung zufolge über Kontakte zu einer Firma mit zweifelhaftem Ruf verfügt habe. Zudem kappte der Konzern den Beratervertrag mit Nozoe.
Das Unternehmen reagiert damit auf Nozoes Widerruf seines Rücktritts, der vorige Woche publik geworden war. Nozoe sieht sich zu unrecht beschuldigt, Kontakte zu "unsozialen Kräften" (ein Euphemismus für die japanische Mafia) zu pflegen und hat daraufhin das Unternehmen schriftlich zu einer Korrektur der Personalentscheidung aufgefordert.
* Fujitsus Machtkampf dürfte in der japanischen Wirtschaftsgeschichte einmalig sein. Eine Fortsetzung könnte folgen, denn ich glaube kaum, dass dieser Beschluss Nozoe begeistern wird. Denn das Unternehmen hat ihn nicht reingewaschen, sondern nur die damalige, firmeninterne Begründung veröffentlicht.
Teil I steht in der Newsliste vom 5.3.2010.
Politik
LDP droht der Zerfall - Ex-Finanzminister Yosano droht mit Gründung neuer Partei
Die einstige Regierungspartei, die Liberaldemokratische Partei, droht nach der historischen Wahlniederlage im Sommer 2009 der Zerfall. Kein geringerer als der ehemalige Ex-Finanzminister Kaoru Yosano hat in einem Magazinartikel seiner Partei aufgefordert, den LDP-Chef Sadakazu Tanigaki abzulösen, sonst überlege er die Gründung einer neuen Partei.
Yosano wirft Tanigaki vor, die regierenden Demokraten nicht entschieden genug anzugreifen. In dieser Verfassung könne die Partei die Oberhauswahlen im Sommer nicht gewinnen, warnt der Grandseigneur der LDP in einem kommenden Artikel im Magazin Bungei Shunju.
* Eine Spaltung der LDP wäre politisch und journalistisch interessant. Aber bitte, wen will Yosano mitnehmen. Ich weiss nicht, wie hoch der Altersdurchschnitt ist, aber das letzte Wahl-Massaker haben vor allem die älteren Parteibonzen überlebt, die das Schlamassel zu verantworten haben. Er kann vielleicht auf eine Vereinigung mit der "Eure Partei" des ehemaligen LDP-Reformers Yoshimi Watanabe hoffen, die in den Unterhauswahlen einen Achtungserfolg erzielt hat. Aber ohne Überläufer aus den Reihen der Demokraten hätte er auch dann nur geringe Chancen, einen Machtwechsel zu erzielen.
Fujitsus Führungskrimi, Teil II
Fujitsu ändert Rücktrittsstory
Fujitsu hat gestern in einer außerordentlichen Vorstandssitzung beschlossen, die offizielle Begründung für den überraschenden Rücktritt von Nozoe als Firmenchef im September 2009 zu ändern. Hatte das Unternehmen damals noch eine Erkrankung Nozoes als Grund angeben, heißt es nun, dass der ehemalige einer internen Untersuchung zufolge über Kontakte zu einer Firma mit zweifelhaftem Ruf verfügt habe. Zudem kappte der Konzern den Beratervertrag mit Nozoe.
Das Unternehmen reagiert damit auf Nozoes Widerruf seines Rücktritts, der vorige Woche publik geworden war. Nozoe sieht sich zu unrecht beschuldigt, Kontakte zu "unsozialen Kräften" (ein Euphemismus für die japanische Mafia) zu pflegen und hat daraufhin das Unternehmen schriftlich zu einer Korrektur der Personalentscheidung aufgefordert.
* Fujitsus Machtkampf dürfte in der japanischen Wirtschaftsgeschichte einmalig sein. Eine Fortsetzung könnte folgen, denn ich glaube kaum, dass dieser Beschluss Nozoe begeistern wird. Denn das Unternehmen hat ihn nicht reingewaschen, sondern nur die damalige, firmeninterne Begründung veröffentlicht.
Teil I steht in der Newsliste vom 5.3.2010.
Politik
LDP droht der Zerfall - Ex-Finanzminister Yosano droht mit Gründung neuer Partei
Die einstige Regierungspartei, die Liberaldemokratische Partei, droht nach der historischen Wahlniederlage im Sommer 2009 der Zerfall. Kein geringerer als der ehemalige Ex-Finanzminister Kaoru Yosano hat in einem Magazinartikel seiner Partei aufgefordert, den LDP-Chef Sadakazu Tanigaki abzulösen, sonst überlege er die Gründung einer neuen Partei.
Yosano wirft Tanigaki vor, die regierenden Demokraten nicht entschieden genug anzugreifen. In dieser Verfassung könne die Partei die Oberhauswahlen im Sommer nicht gewinnen, warnt der Grandseigneur der LDP in einem kommenden Artikel im Magazin Bungei Shunju.
* Eine Spaltung der LDP wäre politisch und journalistisch interessant. Aber bitte, wen will Yosano mitnehmen. Ich weiss nicht, wie hoch der Altersdurchschnitt ist, aber das letzte Wahl-Massaker haben vor allem die älteren Parteibonzen überlebt, die das Schlamassel zu verantworten haben. Er kann vielleicht auf eine Vereinigung mit der "Eure Partei" des ehemaligen LDP-Reformers Yoshimi Watanabe hoffen, die in den Unterhauswahlen einen Achtungserfolg erzielt hat. Aber ohne Überläufer aus den Reihen der Demokraten hätte er auch dann nur geringe Chancen, einen Machtwechsel zu erzielen.
Freitag, 5. März 2010
Prinzessin Aiko fürchtet sich vor bösen Buben
Skandal im Schulbezirk - Sittenverfall herrscht anscheinend auch an Japans edelsten Schulen.
Aiko, die achtjährige Tochter des japanischen Kronprinzenpaares, traut sich wegen rowdyhaften Benehmens eines Buben nicht mehr in die Schule, teilte heute höchstoffiziell das kaiserliche Hofamt mit.
Aiko besucht derzeit die zweite Klasse der Gakushuin Grundschule. Dort soll ein Schulkamerad die Prinzessin am 2. März fast über den Haufen gerannt haben, als er - weil verspätet - in die Klasse laufen wollte, besagt eine Untersuchung der Schule. Die Tochter von Kronprinz Naruhito und seiner Gemahlin Masako hat sich darob derart erschrocken, dass sie an Angst und Bauchschmerzen leidet und seither der Schule fernbleiben musste. Ihre Eltern sprächen ihr Mut zu, berichteten die Hofbeamten. Aber es sei noch unklar, wann sie wieder in die Schule gehen würde.
Bös gesagt bekommen die Lehrer die edlen Sproßen von Japans Elite nicht in den Griff. Bereits vor einiger Zeit soll einige Rabauken ihre Ranzen in die Ecke gepfeffert haben und laut schreiend durch die Flure gelaufen sein. Die Jungens wurden ermahnt. Der neue Vorfall hat unbeabsichtigt bei Aiko die Erinnerung an das Geschrei wieder geweckt, heißt es.
Sehr viel mehr hat NHK noch nicht preis gegeben. Aber der hungrige Boulevard dürfte in den kommenden Tagen noch einige News-Knochen ausgraben. Bei Gelegenheit werde ich vielleicht ein Update schreiben.
Aiko, die achtjährige Tochter des japanischen Kronprinzenpaares, traut sich wegen rowdyhaften Benehmens eines Buben nicht mehr in die Schule, teilte heute höchstoffiziell das kaiserliche Hofamt mit.
Aiko besucht derzeit die zweite Klasse der Gakushuin Grundschule. Dort soll ein Schulkamerad die Prinzessin am 2. März fast über den Haufen gerannt haben, als er - weil verspätet - in die Klasse laufen wollte, besagt eine Untersuchung der Schule. Die Tochter von Kronprinz Naruhito und seiner Gemahlin Masako hat sich darob derart erschrocken, dass sie an Angst und Bauchschmerzen leidet und seither der Schule fernbleiben musste. Ihre Eltern sprächen ihr Mut zu, berichteten die Hofbeamten. Aber es sei noch unklar, wann sie wieder in die Schule gehen würde.
Bös gesagt bekommen die Lehrer die edlen Sproßen von Japans Elite nicht in den Griff. Bereits vor einiger Zeit soll einige Rabauken ihre Ranzen in die Ecke gepfeffert haben und laut schreiend durch die Flure gelaufen sein. Die Jungens wurden ermahnt. Der neue Vorfall hat unbeabsichtigt bei Aiko die Erinnerung an das Geschrei wieder geweckt, heißt es.
Sehr viel mehr hat NHK noch nicht preis gegeben. Aber der hungrige Boulevard dürfte in den kommenden Tagen noch einige News-Knochen ausgraben. Bei Gelegenheit werde ich vielleicht ein Update schreiben.
Labels:
Aiko,
Kaiserhaus
Die Newsliste: Freitag, 5.3.2010
Sporadisch, * subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, hier die News des Tages:
Was zum Schmunzeln aus Südkorea vorweg:
Regierung will Stealth-Uniform entwickeln
Die soll Soldaten für Radargeräte unsichtbar machen.
* Hm, und ich dachte bisher immer, dass man Radarortung für fliegende und schwimmende Objekt verwendet.
Aber das ist ja zum Glück nicht das einzige: Die Uniform soll auch irgendwie digital aufgerüstet werden. Der Bericht der Nachrichtenagentur Yonhap ist allerdings in jeglicher Hinsicht etwas vage.
Und nun zu JAPAN
Geldpolitik
Spekulationen über Lockerung der Geldpolitik lässt Aktienkurse emporschnellen
Ein Artikel der Wirtschaftszeitung Nikkei hat heute die Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der Bank von Japan geweckt. Die Nikkei hatte heute morgen berichtet, dass die BoJ vielleicht bereits diesen, wahrscheinlicher jedoch erst nächsten Monat mehr Geld in die Wirtschaft lenken will.
Die Anleger begrüßten die Aussicht mit einem kleinen Kursfeuerwerk. Denn sie spekulieren, dass die BoJ dem Druck der Regierung nachgibt, die es gerne sehen würde, wenn die BoJ durch neue geldpolitische Maßnahmen die Wirtschaft ankurbeln und die Deflation härter bekämpfen würde.
* Unter Experten sind allerdings Substanz und Aussagekraft des Artikels umstritten. Erstens ist unklar, wer die Quelle ist, zweitens, um welche Maßnahmen es sich handeln könnte. Und drittens merken Skeptiker an, dass bei der BoJ Worte und Taten immer wieder und auch in den vergangenen Monaten auseinanderklaffen.
Unternehmen
Führungschaos bei Fujitsu
Erst im vorigen Jahr war Nozoe unerwartet vom Amt des Fujitsu-Chefs zurückgetreten, nun fordert er in einem Brief seine Wiedereinstellung ein. Als Grund gilt laut Medienberichten, dass er gegen seinen Willen und unter falschen Vorwürfen aus dem Amt geputscht wurde.
Voriges Jahr hieß es, Nozoe sei aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Tatsächlich soll ihn laut der Wirtschaftszeitung Nikkei der ehemalige Firmenchef Naoyuki Akikusa, der derzeit als Berater Fujitsus immer noch Einfluss auf Entscheidungen ausübt, unter dem Vorwurf aus dem Amt gedrängt haben, über Verbindungen zu schattigen Elementen der Gesellschaft zu verfügen.
Nozoe fordert den Konzern nun auf, ihn in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung wieder ins Amt zu heben.
* Ein netter Krimi und genau das richtige, was der Doktor einem Unternehmen, das sich gerade saniert, empfiehlt.
Banken
Regierung überlegt Anhebung der Einlagegrenze für Japans Postbank
Nach Agenturberichten will die Regierung die Obergrenze für Einlagen der Japaner bei der Postbank auf 30 Mio. Yen verdreifachen.
* Japans Banken werden das wohl gar nicht gerne hören. Auf der anderen Seite: Die Banken schwimmen in Spargeldern, weil Unternehmen nicht mehr leihen wollen. Die Kreditzinsen sind auf Tiefstwerte (knapp über ein Prozent) gefallen, weil es einfach zu viel Geld für zu wenig kreditwürdige Kunden gibt.
Was zum Schmunzeln aus Südkorea vorweg:
Regierung will Stealth-Uniform entwickeln
Die soll Soldaten für Radargeräte unsichtbar machen.
* Hm, und ich dachte bisher immer, dass man Radarortung für fliegende und schwimmende Objekt verwendet.
Aber das ist ja zum Glück nicht das einzige: Die Uniform soll auch irgendwie digital aufgerüstet werden. Der Bericht der Nachrichtenagentur Yonhap ist allerdings in jeglicher Hinsicht etwas vage.
Und nun zu JAPAN
Geldpolitik
Spekulationen über Lockerung der Geldpolitik lässt Aktienkurse emporschnellen
Ein Artikel der Wirtschaftszeitung Nikkei hat heute die Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der Bank von Japan geweckt. Die Nikkei hatte heute morgen berichtet, dass die BoJ vielleicht bereits diesen, wahrscheinlicher jedoch erst nächsten Monat mehr Geld in die Wirtschaft lenken will.
Die Anleger begrüßten die Aussicht mit einem kleinen Kursfeuerwerk. Denn sie spekulieren, dass die BoJ dem Druck der Regierung nachgibt, die es gerne sehen würde, wenn die BoJ durch neue geldpolitische Maßnahmen die Wirtschaft ankurbeln und die Deflation härter bekämpfen würde.
* Unter Experten sind allerdings Substanz und Aussagekraft des Artikels umstritten. Erstens ist unklar, wer die Quelle ist, zweitens, um welche Maßnahmen es sich handeln könnte. Und drittens merken Skeptiker an, dass bei der BoJ Worte und Taten immer wieder und auch in den vergangenen Monaten auseinanderklaffen.
Unternehmen
Führungschaos bei Fujitsu
Erst im vorigen Jahr war Nozoe unerwartet vom Amt des Fujitsu-Chefs zurückgetreten, nun fordert er in einem Brief seine Wiedereinstellung ein. Als Grund gilt laut Medienberichten, dass er gegen seinen Willen und unter falschen Vorwürfen aus dem Amt geputscht wurde.
Voriges Jahr hieß es, Nozoe sei aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Tatsächlich soll ihn laut der Wirtschaftszeitung Nikkei der ehemalige Firmenchef Naoyuki Akikusa, der derzeit als Berater Fujitsus immer noch Einfluss auf Entscheidungen ausübt, unter dem Vorwurf aus dem Amt gedrängt haben, über Verbindungen zu schattigen Elementen der Gesellschaft zu verfügen.
Nozoe fordert den Konzern nun auf, ihn in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung wieder ins Amt zu heben.
* Ein netter Krimi und genau das richtige, was der Doktor einem Unternehmen, das sich gerade saniert, empfiehlt.
Banken
Regierung überlegt Anhebung der Einlagegrenze für Japans Postbank
Nach Agenturberichten will die Regierung die Obergrenze für Einlagen der Japaner bei der Postbank auf 30 Mio. Yen verdreifachen.
* Japans Banken werden das wohl gar nicht gerne hören. Auf der anderen Seite: Die Banken schwimmen in Spargeldern, weil Unternehmen nicht mehr leihen wollen. Die Kreditzinsen sind auf Tiefstwerte (knapp über ein Prozent) gefallen, weil es einfach zu viel Geld für zu wenig kreditwürdige Kunden gibt.
Donnerstag, 4. März 2010
Tech-Blog: Die Photovoltaikmesse PV EXPO 2010
Auf Technology Review läuft heute mein Bericht über die PV Expo 2010, die größte Solarzellenmesse der Welt. Hier folgt ein kurzer Rundgang in Bildern, den ich auf die Mega-Trends konzentriert habe.
Immer wieder gerne gesehen, Sharps Solarzellenrenner. Nicht sehr bequem, aber dafür fährt er weit - tagsüber.
Einer der wichtigsten Trends sind jedoch flexible Solarzellen.
Flexible Sonnenfänger lassen sich zum Beispiel aus organischen Solarzellen herstellen. Einer der Weltmarktführer will das US-Unternehmen Konarka werden. Das Unternehmen verkauft bereits Zellen für handliche Kraftwerke.
Die Problemzonen des netten Produkts sind allerdings kurze Haltbarkeit (vor allem unter praller Sonne) und geringe Effizienz (derzeit nur drei bis vier Prozent). Aber die Technik ist noch jung, das Verbesserungspotenzial groß.
Dafür sind organische Zellen billig, weil sie sich rasend schnell im Rollendruck produzieren lassen. Hier ein Schaubild von Mitsubishi Chemical. Das Unternehmen verwendet eine andere organische Solarzelle als Konarka.
Aber flexibel geht auch mit Siliziumzellen wie Mitsubishi Chemical demonstriert.
Auf zum nächsten Megatrend: farbigen und durchsichtigen Solarzellen.
Kaum zu erkennen, aber es ist tatsächlich ein Farbbild, das Mitsubishis Versuch auf diesem Gebiet darstellen soll. Die Hersteller sagen, dass die Kunden nach bunten Sonnenfängern schreien. Besser werden sie derzeit wohl von organischen Zellen bedient, wie das folgende Beispiel zeigt.
Das Beispiel soll die drei Grundfarben Rot-Gelb-Blau darstellen. Konarka verspricht, jede Farbe mixen zu können.
Aber es geht auch mit herkömmlichen Siliziumzellen wie hier Sharp zeigt. Aber andere Asiaten können das auch.
Ein interessantes Produkt fehlte auf der Messe, aber nicht hier in meiner Fotosammlung: eine durchsichtige Dünnschichtsolarzelle von Showa Shells Solartochter Solar Frontier.
Die Zelle soll bei der Markteinführung eine Effizienz von zehn Prozent haben. Das ist doppelt so hoch wie bisherige durchsichtige Exemplare. Kameda hofft, mit dem Produkt in den Gebäudebau in Entwicklungsländern vorzustoßen, in denen es wegen des brüchigen Stromnetzes Bedarf an dezentraler Stromversorgung gibt. Die Idee: Auch die Fenster produzieren tagsüber Strom, der in mitgelieferten Lithium-Ionen-Akkus zwischengespeichert wird. Das ganze ist Teil eines ambitionierten Wachstumsplans, den ich diese Woche Montag in der FTD beschrieben habe.
Hier ein anderes Highlight:
Sharp stellt seinen Weltrekordhalter vor. Die Effizienz des Schnipsels ist etwa doppelt so hoch wie die der besten erhältlichen Module. Bis die Dinger allerdings verbaut werden können, wird noch einige Zeit ins Land ziehen. Experten sagen mir, dass es bis zu zehn Jahre braucht, um den Schnipsel erst zu vergrößern und dann in Großserienproduktion zu überführen.
Einig sind sich alle Experten: Silizium-Zellen sowie organische oder sonstwie geartete Dünnschichtzellen werden nebeneinander existieren. Allerdings droht wegen der Hülle und Fülle an Produzenten ein Hauen und Stechen.
Immer wieder gerne gesehen, Sharps Solarzellenrenner. Nicht sehr bequem, aber dafür fährt er weit - tagsüber.
Einer der wichtigsten Trends sind jedoch flexible Solarzellen.
Flexible Sonnenfänger lassen sich zum Beispiel aus organischen Solarzellen herstellen. Einer der Weltmarktführer will das US-Unternehmen Konarka werden. Das Unternehmen verkauft bereits Zellen für handliche Kraftwerke.
Die Problemzonen des netten Produkts sind allerdings kurze Haltbarkeit (vor allem unter praller Sonne) und geringe Effizienz (derzeit nur drei bis vier Prozent). Aber die Technik ist noch jung, das Verbesserungspotenzial groß.
Dafür sind organische Zellen billig, weil sie sich rasend schnell im Rollendruck produzieren lassen. Hier ein Schaubild von Mitsubishi Chemical. Das Unternehmen verwendet eine andere organische Solarzelle als Konarka.
Aber flexibel geht auch mit Siliziumzellen wie Mitsubishi Chemical demonstriert.
Auf zum nächsten Megatrend: farbigen und durchsichtigen Solarzellen.
Kaum zu erkennen, aber es ist tatsächlich ein Farbbild, das Mitsubishis Versuch auf diesem Gebiet darstellen soll. Die Hersteller sagen, dass die Kunden nach bunten Sonnenfängern schreien. Besser werden sie derzeit wohl von organischen Zellen bedient, wie das folgende Beispiel zeigt.
Das Beispiel soll die drei Grundfarben Rot-Gelb-Blau darstellen. Konarka verspricht, jede Farbe mixen zu können.
Aber es geht auch mit herkömmlichen Siliziumzellen wie hier Sharp zeigt. Aber andere Asiaten können das auch.
Ein interessantes Produkt fehlte auf der Messe, aber nicht hier in meiner Fotosammlung: eine durchsichtige Dünnschichtsolarzelle von Showa Shells Solartochter Solar Frontier.
Die Zelle soll bei der Markteinführung eine Effizienz von zehn Prozent haben. Das ist doppelt so hoch wie bisherige durchsichtige Exemplare. Kameda hofft, mit dem Produkt in den Gebäudebau in Entwicklungsländern vorzustoßen, in denen es wegen des brüchigen Stromnetzes Bedarf an dezentraler Stromversorgung gibt. Die Idee: Auch die Fenster produzieren tagsüber Strom, der in mitgelieferten Lithium-Ionen-Akkus zwischengespeichert wird. Das ganze ist Teil eines ambitionierten Wachstumsplans, den ich diese Woche Montag in der FTD beschrieben habe.
Hier ein anderes Highlight:
Sharp stellt seinen Weltrekordhalter vor. Die Effizienz des Schnipsels ist etwa doppelt so hoch wie die der besten erhältlichen Module. Bis die Dinger allerdings verbaut werden können, wird noch einige Zeit ins Land ziehen. Experten sagen mir, dass es bis zu zehn Jahre braucht, um den Schnipsel erst zu vergrößern und dann in Großserienproduktion zu überführen.
Einig sind sich alle Experten: Silizium-Zellen sowie organische oder sonstwie geartete Dünnschichtzellen werden nebeneinander existieren. Allerdings droht wegen der Hülle und Fülle an Produzenten ein Hauen und Stechen.
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Technik,
Technology Review
Mittwoch, 3. März 2010
Die Newsliste: Mittwoch, 3.3.2010
Sporadisch, * subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die News vom Tage:
Vorweg, heute hat hier eine große Sammelmesse rund um die Sonne begonnen, darunter die PV Expo und FC Expo (Brennstoffzellen-Messe). Über den Solarteil werde ich in meinem donnerstäglichen Blog auf Technology Review berichten. Soviel vorweg, die Messe ist riesig geworden.
Hier einige News vom Tage:
Sushi über Thunfischschutz
Gerät Japan in die Sushi-Falle? Aus der Schweiz dringt die Aufforderung an Japan, sich doch bitte einem Handelsverbot für Mittelmeer- und Atlantikthunfisch nicht zu widersetzen. Thunfisch ist eine der wichtigsten Auflagen für Sushi, schlicht weil er verdammt lecker ist. Japan konsumiert daher drei Viertel des globalen Fangs und hat sich bisher gegen einen Bann ausgesprochen.
* Der Bann wäre ein Schock, aber vielleicht ein heilsamer. Die Preise für Maguro-Sushi sind teilweise sehr niedrig. Eine Weigerung Japans wäre entlarvend für die Regierung und würde die Regierung hoffentlich in diesen Fragen weiter isolieren. Aber wie der Walfang zeigt, ist die Regierung bereit, für "Tradition" Japans Ruf aufs Spiel zu setzen.
Unternehmen
Toyota: Verkäufe runter, Aktienpreis rauf
Toyotas Aktienpreis steigt, nachdem die US-Verkäufe im Februar nur um acht Prozent abgesackt sind. Die Experten hatten schlimmeres erwartet.
* Vielleicht ist der Markenwert Toyotas doch höher als viele Skeptiker bisher gedacht haben. Einer Umfrage zur Folge wollen drei Viertel von Toyotas US-Kunden dem Unternehmen die Treue halten.
Nissan ruft 540000 Pick-ups und SUVs zurück
* Keiner kommt ungeschoren davon.
Panasonic TV-Geschäft soll 2010 in die Gewinnzone zurückkehren
Dies hat Panasonic-Chef Fumio Ohtsubo heute erklärt, laut Bloomberg zumindest.
Bin mir nicht ganz sicher, ob er oder Firmenvertreter das nicht schon vorher gesagt haben. Aber alles andere wäre ohnehin eine faustdicke Überraschung.
Mitsubishi and PSA sagen Kapitalallianz ab
Aber beide Seiten versprechen, ihre Partnerschaft auszubauen.
Mitsubishi und PSA hatten im Dezember erklärt, dass eine Kapitalbeteiligung PSAs an dem kleinen japanischen Hersteller möglich sei. Dies war von den Märkten begrüßt worden.
* Dementsprechend ist die Absage einer Kapitalbeteiligung ein Rückschlag für Mitsubishi. Als kleinem Player droht dem Laden bald die Luft auszugehen.
Vorweg, heute hat hier eine große Sammelmesse rund um die Sonne begonnen, darunter die PV Expo und FC Expo (Brennstoffzellen-Messe). Über den Solarteil werde ich in meinem donnerstäglichen Blog auf Technology Review berichten. Soviel vorweg, die Messe ist riesig geworden.
Hier einige News vom Tage:
Sushi über Thunfischschutz
Gerät Japan in die Sushi-Falle? Aus der Schweiz dringt die Aufforderung an Japan, sich doch bitte einem Handelsverbot für Mittelmeer- und Atlantikthunfisch nicht zu widersetzen. Thunfisch ist eine der wichtigsten Auflagen für Sushi, schlicht weil er verdammt lecker ist. Japan konsumiert daher drei Viertel des globalen Fangs und hat sich bisher gegen einen Bann ausgesprochen.
* Der Bann wäre ein Schock, aber vielleicht ein heilsamer. Die Preise für Maguro-Sushi sind teilweise sehr niedrig. Eine Weigerung Japans wäre entlarvend für die Regierung und würde die Regierung hoffentlich in diesen Fragen weiter isolieren. Aber wie der Walfang zeigt, ist die Regierung bereit, für "Tradition" Japans Ruf aufs Spiel zu setzen.
Unternehmen
Toyota: Verkäufe runter, Aktienpreis rauf
Toyotas Aktienpreis steigt, nachdem die US-Verkäufe im Februar nur um acht Prozent abgesackt sind. Die Experten hatten schlimmeres erwartet.
* Vielleicht ist der Markenwert Toyotas doch höher als viele Skeptiker bisher gedacht haben. Einer Umfrage zur Folge wollen drei Viertel von Toyotas US-Kunden dem Unternehmen die Treue halten.
Nissan ruft 540000 Pick-ups und SUVs zurück
* Keiner kommt ungeschoren davon.
Panasonic TV-Geschäft soll 2010 in die Gewinnzone zurückkehren
Dies hat Panasonic-Chef Fumio Ohtsubo heute erklärt, laut Bloomberg zumindest.
Bin mir nicht ganz sicher, ob er oder Firmenvertreter das nicht schon vorher gesagt haben. Aber alles andere wäre ohnehin eine faustdicke Überraschung.
Mitsubishi and PSA sagen Kapitalallianz ab
Aber beide Seiten versprechen, ihre Partnerschaft auszubauen.
Mitsubishi und PSA hatten im Dezember erklärt, dass eine Kapitalbeteiligung PSAs an dem kleinen japanischen Hersteller möglich sei. Dies war von den Märkten begrüßt worden.
* Dementsprechend ist die Absage einer Kapitalbeteiligung ein Rückschlag für Mitsubishi. Als kleinem Player droht dem Laden bald die Luft auszugehen.
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Dienstag, 2. März 2010
Outside of Tokyo: Kanazawa, Präfektur Ishikawa
Es gibt eine Gefahr, wenn man zu lange in Tokio wohnt: Man setzt die Glitzermetropole mit Japan gleich. Gelegentliche Reisen in die Provinz sind ein gutes Gegenmittel gegen diesen Irrglauben. Tokio ist ein Planet für sich.
Mein jüngstes Antidot war eine Reise nach Kanagawa zum International Luxury Lifestyle Forum, eine Initiative von einigen lokalen Hotel- und Restaurantgrößen zur Förderung des Edeltourismus. Motto: The Real Japan - das wahrhaftige Japan.
Andere lokale Versuche machen oft den Eindruck, nur gut gemeint zu sein. In diesem Fall scheint es aber auch gut gemacht zu sein. Zu ihrem zweiten Forum hatten sie immerhin Horst Schulze, den Gründer der Luxus-Hotelkette Ritz-Carlton und jetzigen Chef von Capella Hotels and Resorts, Alain Ducasse, einem berühmten Chef, und den Künstler Alexander Gelman geladen.
Erleichtert könnte ihr Versuch dadurch werden, dass die Region um Kanazawa auch hochgesteckte Ansprüche erfüllt:
Auf den ersten Blick macht die Stadt einen ähnlich gesichtslosen Eindruck wie andere Städte. Aber bei genauerer Betrachtung findet man nicht nur sehr viel mehr alte Gebäude im Stadtbild, sondern richtige Schmuckstücke.
Der Kenroku-Park ist nur eines davon. Ein anderes ist die Higashi Chayagai mit ihren alten, lievevoll gepflegten Teehäusern. Es gibt auch eine schlichte Herbege in der Straße, in der Gäste für 5000 Yen (40 Euro) pro Nacht und Nase absteigen können, Frühstück inklusive. Allzu großen Luxus würde ich für das Geld nicht erwarten.

Das Essen in diesem Restaurant ist da schon teurer. Nun ja, ein bisschen Luxus muss manchmal sein. Das Hauptrestaurant von Takagi ist allerdings weit teurer.
Darüber hinaus gibt es das alte Samuraiviertel Nagamachi, das wirklich sehenswerte Museum des 21. Jahrhunderts und - für Besucher, die noch nicht viele japanische Großmärkte besucht haben - der Omicho Markt.
KAGA
Nur zwei Schnellzugstationen von Kanazawa entfernt liegt Kaga, mit seinen Krebsen (bis zu 200 Euro das Stück), einem Töpfermuseum, ...

... netten Restaurants, ...
und lebenden Nationalschätzen wie dem Lackwarenhersteller Kawakita Ryozo. Sein Sohn steht ihm in nichts nach.
Darüber hinaus gibt es noch berühmte heiße Quellen wie die Ortschaft Yamanaka Onsen. Dauer der Reise: Mit zwei Stunden Flug- und Buszeit von Tokios Flughafen Haneda können eilige Reisende Kanazawa zur Not an einem Tag abhaken, aber zwei Tage sind angebrachter.
Mein jüngstes Antidot war eine Reise nach Kanagawa zum International Luxury Lifestyle Forum, eine Initiative von einigen lokalen Hotel- und Restaurantgrößen zur Förderung des Edeltourismus. Motto: The Real Japan - das wahrhaftige Japan.
Andere lokale Versuche machen oft den Eindruck, nur gut gemeint zu sein. In diesem Fall scheint es aber auch gut gemacht zu sein. Zu ihrem zweiten Forum hatten sie immerhin Horst Schulze, den Gründer der Luxus-Hotelkette Ritz-Carlton und jetzigen Chef von Capella Hotels and Resorts, Alain Ducasse, einem berühmten Chef, und den Künstler Alexander Gelman geladen.
Erleichtert könnte ihr Versuch dadurch werden, dass die Region um Kanazawa auch hochgesteckte Ansprüche erfüllt:
Auf den ersten Blick macht die Stadt einen ähnlich gesichtslosen Eindruck wie andere Städte. Aber bei genauerer Betrachtung findet man nicht nur sehr viel mehr alte Gebäude im Stadtbild, sondern richtige Schmuckstücke.
Der Kenroku-Park ist nur eines davon. Ein anderes ist die Higashi Chayagai mit ihren alten, lievevoll gepflegten Teehäusern. Es gibt auch eine schlichte Herbege in der Straße, in der Gäste für 5000 Yen (40 Euro) pro Nacht und Nase absteigen können, Frühstück inklusive. Allzu großen Luxus würde ich für das Geld nicht erwarten.
Das Essen in diesem Restaurant ist da schon teurer. Nun ja, ein bisschen Luxus muss manchmal sein. Das Hauptrestaurant von Takagi ist allerdings weit teurer.
Darüber hinaus gibt es das alte Samuraiviertel Nagamachi, das wirklich sehenswerte Museum des 21. Jahrhunderts und - für Besucher, die noch nicht viele japanische Großmärkte besucht haben - der Omicho Markt.
KAGA
Nur zwei Schnellzugstationen von Kanazawa entfernt liegt Kaga, mit seinen Krebsen (bis zu 200 Euro das Stück), einem Töpfermuseum, ...
... netten Restaurants, ...
und lebenden Nationalschätzen wie dem Lackwarenhersteller Kawakita Ryozo. Sein Sohn steht ihm in nichts nach.
Darüber hinaus gibt es noch berühmte heiße Quellen wie die Ortschaft Yamanaka Onsen. Dauer der Reise: Mit zwei Stunden Flug- und Buszeit von Tokios Flughafen Haneda können eilige Reisende Kanazawa zur Not an einem Tag abhaken, aber zwei Tage sind angebrachter.
Montag, 1. März 2010
Solarindustrie: Die Japaner schlagen zurück
Heute haben zwei japanische Unternehmen, die Ölgesellschaft Showa Shell und die Mitsubishi Electric, weitere Solarinitiativen vorgestellt.
Da ist zum einen Shells Beteiligungsgesellschaft Showa Shell, die 2011 das größte Dünnschichtsolarzellenwerk der Welt einweihen will. (Den Artikel dazu gibt es exklusiv vorab auf der FTD hier...) Das Unternehmen strebt einen Weltmarktanteil von 10 Prozent an. Ausserdem nimmt das Unternehmen in Anspruch, mit einer Effizienz von 16,03 Prozent einen Effizienzweltrekord für nichtsiliziumbasierte Dünnschichtsolarzellenmodule aufgestellt zu haben. (Normalerweise werden die Laborrekorde nur mit sehr kleinen Solarzellenstückchen aufgestellt, nicht mit einem Modul). Showa Shell, dessen Solarzellensparte künftig unter Solar Frontier firmieren wird, stellt Solarzellen her, die Kupfer, Indium und Selen verwenden. Diese Zellen sind wegen der einfachen Fertigung billiger als die herkömmlicher Solarzellen.
Darüberhinaus hat Mitsubishi Electric heute angekündigt, bis 2012 die Jahresproduktionskapazität für Solarzellen auf rund 600 MW zu verdreifachen.
Auch Panasonic (durch den Kauf von Sanyo) und Sharp rüsten übrigens auf.
Da ist zum einen Shells Beteiligungsgesellschaft Showa Shell, die 2011 das größte Dünnschichtsolarzellenwerk der Welt einweihen will. (Den Artikel dazu gibt es exklusiv vorab auf der FTD hier...) Das Unternehmen strebt einen Weltmarktanteil von 10 Prozent an. Ausserdem nimmt das Unternehmen in Anspruch, mit einer Effizienz von 16,03 Prozent einen Effizienzweltrekord für nichtsiliziumbasierte Dünnschichtsolarzellenmodule aufgestellt zu haben. (Normalerweise werden die Laborrekorde nur mit sehr kleinen Solarzellenstückchen aufgestellt, nicht mit einem Modul). Showa Shell, dessen Solarzellensparte künftig unter Solar Frontier firmieren wird, stellt Solarzellen her, die Kupfer, Indium und Selen verwenden. Diese Zellen sind wegen der einfachen Fertigung billiger als die herkömmlicher Solarzellen.
Darüberhinaus hat Mitsubishi Electric heute angekündigt, bis 2012 die Jahresproduktionskapazität für Solarzellen auf rund 600 MW zu verdreifachen.
Auch Panasonic (durch den Kauf von Sanyo) und Sharp rüsten übrigens auf.
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