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Mittwoch, 8. Oktober 2014

Japanese manner posters: Please don't beat up your train conductor

One of my hobbys in Japan is taking pictures of "manner posters". This pastime is a form of applied anthropology if you will.

If you have visited Japan you might wonder why Japanese seem to be so obsessed with posters that are asking them to behave well. Aren't they so well behaved, orderly, clean and peaceful already? 

But see it this way: Maybe they are all this exactly because of the posters. Because they are constantly reminded to behave well that they behave well. 

Today on the menue:


Violence (against subway personel as the small print explains) is a crime. According to the poster it is a growing problem, rising from 554 cases nine years ago to 828 cases in 2013.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Kawaii Cars - Erlaubt ist, was Spaß macht

Auf der Homepage des Handelsblatts ist mein Feature über die mögliche Zukunft des japanischen Industriedesigns veröffentlicht worden. Wie die Zukunft konkret aussehen sollte, lässt sich in dieser Bilderstrecke bewundern.


Der Aufhänger des Artikels ist der Tokio Autosalon, Asiens größte und verrückteste Tuningmesse. Aber wie der Technikphilosoph Morinosuke Kawaguchi sagt, ist das Kawaii-Design, also in niedlichen Produkten, die Stärke Japans. Und Japan sollte darauf bauen.
Darüber hinaus gibt es noch das Interview "Was Roboter und Autos gemein haben" mit zwei Nissan-Managern über Nissans Projekt, einen Roboter für einen Anime zu designen.
Wer wollte dem widersprechen ... .

Freitag, 15. Oktober 2010

Reportage: Koi - schwimmende Juwelen

An diesem Wochenende bringt die "Welt am Sonntag" meine Reportage über japanische Zierkarpfen, die Nishikigoi (oft auch nur Koi genannt). 
Der teuersten Exemplare sollen bereits für 60 Millionen Yen, also über 500.000 Euro, den Besitzer gewechselt haben. 
Der Bericht beruht auf einem Besuch der Züchter im Mekka der Koi-Industrie, in Ojiya und Yamakoshi, zwei Nachbardörfern in der Präfektur Niigata, sowie weiteren Interviews mit absoluten Koi-Insidern in Tokio.
Ein Koi-Fan fasste die Faszination der Fische prägnant zusammen: "Koi sind eine lebende Kunstform."
Es stimmt. Doch dem ist noch einiges hinzuzufügen. 

Dienstag, 13. April 2010

Falling Leaves - Fallende Blüten: Hanami im Kumano-Schrein

Schöner als der Beginn der japanischen Kirschblüte mit ihren schwebenden Blütenwolken ist fast noch ihr Ende.
Heute bin ich durch Zufall durch den Kumano-Schrein in Shinjuku gelaufen. Er hat nicht viele Kirschbäume, ...
... aber die Stimmung nach dem gestrigen Regentag war trotzdem sehr schön.
Die kleinen Tempelszenen geben vielleicht einen Hinweis darauf, warum die Kirschblüte in Japan so beliebt ist. 
Im allgemeinen Verständnis stehen sie für die Vergänglichkeit, die Schönheit einer jungen Frau, das Leben des Kriegers.
Nach kurzer, prachtvoller Schau fallen die Blüten zu Boden, ... 
... in Massen vergehen sie, ...
... und erinnern uns an unser eigenes Leben. Hanami drückt die Einheit von Yin und Yang vielleicht am besten aus:
Entstehen und Vergehen, Freude und Trauer, Tod und neues Leben, denn mit dem Fallen der Blüten beginnt der Baum sein grünes Laub hervorzutreiben.
Leise treiben die Blüten den Fluss hinab, während die Fische sich in der Frühlingssonne tummeln.
Ein Abschied auf Raten. 
Ein letzter Blick in den Garten ... und nach kurzer Einkehr taucht die Seele wieder in die Hektik der Großstadt Tokio ein.

Mittwoch, 7. April 2010

Links zu Artikeln

Am Dienstag sind zwei meiner Artikel online erschienen. 


In der NZZ:
Toyota probt die Kulturrevolution
Eine kurze Fotostory über die "Kulturrevolution unter Kirschblüten" findet sich hier ... 


Im Standard:
Revolutionär am Wickeltisch 
Hironobu Narisawa rüttelt an den Grundfesten des Patriarchats: In Japan nimmt erstmals ein Bürgermeister Vaterschaftsurlaub. Narisawa heißt der neue Held der japanischen Frauenbewegung, 44 Jahre alt und Vorsteher des Tokioter Stadtteils Bunkyo.

Montag, 22. März 2010

Sweet Dreams with the Patriotic Pillow - and other fun stuff from the Japanese Self Defense Forces

Patriotismus kann sich in vielfacher Weise ausdrücken. Einige nette Beispiele gibt es bei Japans Selbstverteidigungskräften zu bewundern. 
Hier ist zum Beispiel ein patriotisches Kissen, das wohl süsse Träume verschaffen soll. Im Stile einer Fahrkarte steht auf dem Kissen: Von Patriotismus nach Glück.
Das gleiche gibt es auch als Schlüsselanhänger, nur dass man den auch mit Reise-, sprich Geburtsdatum kaufen kann. Sein Preis beträgt allerdings nicht 220 Yen, sondern irgendetwas um 500 Yen.


Auch Wein darf nicht fehlen. Das ganze erinnert mich an den Devotionalienhandel in Fussballclubs. Aber soll das breit gefächerte militärische Weinangebot nahe legen, dass sich japanische Piloten Mut antrinken müssen, bevor sie in ihre Kampfflugzeuge steigen? Wie dem auch sei, zum Wohle der Soldaten hoffe ich nur, dass der Wein nicht aus Hokkaido kommt. Das wäre wie Wein aus Stockholm.
Es geht natürlich auch noch eine Nummer härter. Hier richtiges Zielwasser mit ein paar Umdrehungen mehr.
Dies ist einer von zwei Regierungsjumbos. Er transportiert Kaiser, Regierungschefs, Minister und Truppen auf humanitären Missionen.
Das beste zum Schluss:
Das salutierende Toilettenzeichen. Japans Selbstverteidigungsbeamte zeigen sich erfinderisch, wenn es darum geht, Hingabe zu ihrem Land zu beweisen. Mit ein wenig Klebeband haben sie zivilen Toilettenzeichen militärische Sitten beigebracht.
Das funktioniert natürlich auch beim Männerklo.

Montag, 4. Januar 2010

Frohes Neues Jahr!

Alles Gute zum Jahr des Tigers (das in Japan bereits nach dem Sonnenjahr und nicht wie in China nachdem klassischen Mondkalender eingeläutet wurde). 
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich zum Neujahr japanische Neujahrssitten und -gebräuche schildern sollte. Letztlich habe ich mich dagegen entschieden - vor allem, weil ich ein unwiderstehliches Ruhebedürfnis verspührte. 
Einen bebilderten Neujahrsgruß möchte ich dennoch loswerden.
Um den Wunsch für ein laaaanges Leben auszudrücken, werden hier in Japan zu Neujahr nicht nur gerne Nudeln verspeist, sondern auch andere symbolische Jungbrunnen verkauft wie diese Möhre. Ich habe zum Größenvergleich eine Tafel Schokolade mit ins Bild gelegt.



Die Möhre schmeckt allerdings wie jede gewöhnliche Kurzmöhre und kostet mit 198 Yen auch nicht mehr als drei Möhren normaler Größe.