Auf der Homepage des Handelsblatts ist mein Feature über die mögliche Zukunft des japanischen Industriedesigns veröffentlicht worden. Wie die Zukunft konkret aussehen sollte, lässt sich in dieser Bilderstrecke bewundern.
Der Aufhänger des Artikels ist der Tokio Autosalon, Asiens größte und verrückteste Tuningmesse. Aber wie der Technikphilosoph Morinosuke Kawaguchi sagt, ist das Kawaii-Design, also in niedlichen Produkten, die Stärke Japans. Und Japan sollte darauf bauen.
Darüber hinaus gibt es noch das Interview "Was Roboter und Autos gemein haben" mit zwei Nissan-Managern über Nissans Projekt, einen Roboter für einen Anime zu designen.
Wer wollte dem widersprechen ... .
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Mittwoch, 25. Januar 2012
Kawaii Cars - Erlaubt ist, was Spaß macht
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Donnerstag, 14. Oktober 2010
Technik: Nissan und Mitsubishi mit eAuto-Vorstoß, Toyotas Rückrufdebakel, Sony mit PS3-Problemen
eAuto: Nissan und Mitsubishi drücken bei eAutos aufs "Gas"
Nissan und der ehemalige Daimler-Partner Mitsubishi Motor drängen verstärkt in die Nische für eAutos. Nissan- und Renault-Chef Carlos Ghosn kündete in China an, seinem chinesischen Joint-Venture-Partner unbegrenzten Zugang zu Nissans eAuto-Technik zu gewähren.
Und Mitsubishi nimmt nach dem Produktionstart von eAutos für Privatkunden, die auch an Peugeout und Citroen geliefert werden, nun Geschäftskunden aufs Korn. Ab Ende 2011 will das Unternehmen die Massenproduktion von elektrischen Minilastern starten, sagte heute Unternehmenschef Osamu Masuko. Als erstes Ziel peilt das Unternehmen eine Jahresproduktion von 10000 Autos an.
Die Vorstöße der beiden Pioniere unterstreichen wie ernst es die beiden Unternehmen eAutos nehmen. Es ist ein gewagtes Spiel. Besonders bei Mitsubishi hängt das Überleben des Unternehmens von einem Erfolg seiner eAutos ab.
Toyotas Rückrufdebakel: Zulieferer schlampten bei Materialprüfungen
Nach Toyotas internen Untersuchungen haben einige Zulieferer nicht die von Toyota erwarteten Testzyklen für Produkte eingehalten. Statt vier mal pro Jahr wurde in einigen Fällen nur einmal getestet. Es habe Missverständnisse gegeben, verriet ein Toyota-Manager Medien. Probleme hätten vielleicht vermieden werden können.
Sonys Videospiel Gran Tourismo 5 soll sich verzögern
Dies meldet wenigstens Bloomberg. Das Spiel gilt als Blockbuster mit dem Potenzial, die Verkäufe der PS3 zu beflügeln. Allerdings sagt Sony, dass das Gerät noch vor Weihnachten herauskommen soll.
Mittwoch, 31. März 2010
Noch ein teurer eAuto-Spaß: Mitsubishi macht Nissan nach
Nissans heutige Preisankündigung für sein Elektroauto Leaf hat offenbar den Pionier der Branche, Mitsubishi Motors, dazu veranlasst, seinem kleinen eMini "i-Miev" eine große Preissenkung angedeihen zu lassen. Um 18:45 Uhr japanischer Zeit, noch rechtzeitig für die Morgenausgaben der japanischen Zeitungen, kündigte der Autobauer an, dass er Listenpreis für den am 1. April beginnenden Verkaufstart des Stromers an Privatkunden um 619000 Yen auf 3,98 Mio. Yen (32000 Euro) senken werde. (Mitsubishi verkauft den i-Miev bereits seit Juli 2009 an Firmenkunden). Der Preis ist für einen Viersitzer natürlich recht heftig. Aber durch die staatlichen Subventionen soll der effektive Verkaufspreis auf 2,84 Millionen Yen rutschen.
* Das ist nur noch doppelt so teuer wie die Benzin-Version. Geschenkt sozusagen. Aber holt man ja alles durch die niedrigeren Energiekosten wieder rein, oder?
* Das ist nur noch doppelt so teuer wie die Benzin-Version. Geschenkt sozusagen. Aber holt man ja alles durch die niedrigeren Energiekosten wieder rein, oder?
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Dienstag, 30. März 2010
Teurer eAuto-Spaß: Nissan gibt Preis für den Leaf bekannt
Nissans erstes eAuto, der Leaf (Blatt), macht seinem Namen alle Ehre: Für den Spaß, emissionslos durch die Gegend zu surren, müssen Kunden ordentlich hinblättern. 3,7 Millionen Yen (30 000 Euro) soll der Kleinwagen im Endeffekt in Japan kosten. Dank der Fördermittel des Staates müssen die Kunden beim Verkaufsstart im Dezember allerdings nur 3 Millionen Yen selbst bezahlen, teilte Nissan heute mit. Die teure Batterie wird der Kunde nicht kaufen, sondern für eine monatliche Gebühr mieten.
* Nissans Vorstoß belegt eindrucksvoll, dass eAutos wegen der hohen Batteriekosten derzeit ohne Subventionen nicht wettbewerbsfähig sind. Aber diese Klage ist unsinnig, meint wenigstens Nissan/Renault-Chef Carlos Ghosn, da die Subventionen nun mal Realität seien und daher mitgerechnet werden müssten. Er will sein neues Wägelchen natürlich nur dort auf den Markt bringen, wo staatlicher Zustupf winkt. Es wird spannend, ob er recht behält oder seine Kritiker. In Japans Wirtschaftsbürokratie soll jedenfalls Sorge herrschen, dass Ghosn auf den Bauch fällt und dabei Nissan mit hinunter reißt. Zu Nissans Trost übersteigen die Order bereits die diesjährige Produktionskapazität beträchtlich.
* Nissans Vorstoß belegt eindrucksvoll, dass eAutos wegen der hohen Batteriekosten derzeit ohne Subventionen nicht wettbewerbsfähig sind. Aber diese Klage ist unsinnig, meint wenigstens Nissan/Renault-Chef Carlos Ghosn, da die Subventionen nun mal Realität seien und daher mitgerechnet werden müssten. Er will sein neues Wägelchen natürlich nur dort auf den Markt bringen, wo staatlicher Zustupf winkt. Es wird spannend, ob er recht behält oder seine Kritiker. In Japans Wirtschaftsbürokratie soll jedenfalls Sorge herrschen, dass Ghosn auf den Bauch fällt und dabei Nissan mit hinunter reißt. Zu Nissans Trost übersteigen die Order bereits die diesjährige Produktionskapazität beträchtlich.
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Montag, 15. März 2010
eAuto: Japaner wollen Standard für Schnellladesystem setzen
Heute haben eAutos gut Lächeln. Toyota, Nissan, Mitsubishi Motors, Fuji Heavy (Subaru) und Tokios Stromversorger Tepco haben offiziell die Vereinigung Chademo gegründet, mit der sie weltweit ihr System zur Schnellladung von eAuto-Batterien zum Standard machen wollen.
Das Wort Chademo soll eine Abkürzung für "Charge de move" sein und ein japanisches Wortspiel begründen (o cha demo ikaga desuka?), was laut den Initiatoren übersetzt so viel wie "Lass uns einen Tee trinken, während die Batterie lädt" heißt.
Das lächelnde Logo wiederum symbolisiert die Ladeeinrichtung (die beiden gekippten T's) und "Move" oder auf deutsch Bewegung (der geschwungene Strich) symbolisieren.
* Die Festlegung eines Standards hat durchaus eine Auswirkung auf den Wettbewerb. Denn die Unternehmen legen damit nicht nur die Form des Steckers fest, sondern auch die Lademethode. Die Initiatoren gehen davon aus, das sich weitere Hersteller und Unternehmen der Vereinigung anschließen werden.
Die Zeit drängt. Denn die ersten eAutos sollen bereits dieses Jahr auf den Markt kommen. Und die japanischen Hersteller haben Angst, dass die China dank des ambitionierten Plans der dortigen Regierung zur Massenelektrifizierung des Autoverkehrs der Welt einen De-Facto-Standard aufdrücken und die Investitionen japanischer Hersteller in die Batterieproduktion entwerten.
Das Wort Chademo soll eine Abkürzung für "Charge de move" sein und ein japanisches Wortspiel begründen (o cha demo ikaga desuka?), was laut den Initiatoren übersetzt so viel wie "Lass uns einen Tee trinken, während die Batterie lädt" heißt.
Das lächelnde Logo wiederum symbolisiert die Ladeeinrichtung (die beiden gekippten T's) und "Move" oder auf deutsch Bewegung (der geschwungene Strich) symbolisieren.
* Die Festlegung eines Standards hat durchaus eine Auswirkung auf den Wettbewerb. Denn die Unternehmen legen damit nicht nur die Form des Steckers fest, sondern auch die Lademethode. Die Initiatoren gehen davon aus, das sich weitere Hersteller und Unternehmen der Vereinigung anschließen werden.
Die Zeit drängt. Denn die ersten eAutos sollen bereits dieses Jahr auf den Markt kommen. Und die japanischen Hersteller haben Angst, dass die China dank des ambitionierten Plans der dortigen Regierung zur Massenelektrifizierung des Autoverkehrs der Welt einen De-Facto-Standard aufdrücken und die Investitionen japanischer Hersteller in die Batterieproduktion entwerten.
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Montag, 8. März 2010
Technik: Mitsubishis eAuto kommt nach Europa
Einen Kapitalbund haben Mitsubishi Motors und der französische Autobauer PSA gerade abgesagt, aber ihre Elektroauto-Allianz die Partner mit Vollgas voran. Bereits im Oktober will Mitsubishi mit der Produktion von E-Autos für PSA beginnen, die Ende 2010 in Europa unter den Marken Peugeot und Citroen auf den Markt kommen sollen. Der Vertrag umfasst die Lieferung von 100000 Elektroautos in einem nicht näher genannten Zeitraum.
* Damit haben sich inzwischen alle französischen Hersteller durch japanische Technik einen Frühstart in Sachen eAuto gesichert. Renault profitiert von seiner Allianz mit Nissan. Ich bin mal gespannt, wie die Autochen einschlagen werden. Fahrspaß gewähren sie jedenfalls reichlich, nur eben nicht über lange Strecken.
Einige persönliche Fahrtests gibt es hier:
1. Mit Hondas Brennstoffzellenauto FCX Clarity bin ich 2008 durch Tokio gesaust - Titel: Die Fahrt im Millionen-Dollar-Auto.
2. Nissans Vorgänger des Leaf fuhr ich 2009 auf einer Teststrecke spazieren. Thema: Vorsicht vor dem eAuto!.
3. Mitsubishi I-Miev trat ich ein paar Wochen später hart und veröffentliche meine Eindrücke unter Vorsicht vor dem eAuto! Teil 2 und hier auf diesem Blog (eAuto-Betankung in Aktion).
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Donnerstag, 22. Oktober 2009
Tokyo Motorshow 2009: Mobilitätsideen aus Japan
Das Thema der diesjährigen Tokyo Motorshow waren Elektroautos. "Das Rennen hat begonnen", sagte Carlos Ghosn, Chef von Nissan und Renault. Keiner setzt wie er auf eAutos. Ab 2012 wollen Nissan und Renault mehrere hunderttausend eAutos jährlich herstellen können.
Toyota verspricht auch für 2012 den Verkauf von in Massenproduktion hergestellten eAutos. Aber als ich ihn fragte, was Massenproduktion für ihn bedeute, antwortete: "Einige tausend Autos pro Jahr."
Ganz offensichtlich glauben Toyota und Honda nicht an eine rasante Verbreitung von eAutos. Sie sehen in ihnen eher ein Nischenprodukt für kleine Nahverkehrsflitzer. Eine Diskussion über die Zukunftsaussichten des eAutos ist auf meinem donnerstäglichen Blog auf Technology Review nachzulesen.
Die Show war diesmal verdammt klein, weil die ausländischen Hersteller ihre krisenbedingt knappen Marketing-Dollar auf größere Absatzmärkte wie China konzentrieren. Aber immerhin gab es einige gute Ideen zu sehen. Ich hatte nicht viel Zeit und werde daher nur einige darstellen:
Hondas Konzeptauto EV-N ist als süßer Kleinwagen konzipiert. Die Formensprache ist mit Bedacht betont konservativ, genau wie bei Nissans ersten kommerziellen eAuto Leaf. Nissans Nordamerika-Chef Carlos Tavares erklärt warum: Man habe ein Design-Hinweise auf Elektronik in das Auto hineindesignt. Aber da man auf den Massenmarkt (so in der Klasse zwischen Golf und Polo) abziele, wollte man es nicht zu außergewöhnlich machen, um nicht bei der Masse der Normalverbraucher optisch Ablehnung zu provozieren.
Nun zu Hondas Mobilitätsidee: Fußgänger tragen einen Sender mit sich, den sie drücken können, wenn sie die Straße überqueren. Das Auto sagt dem Fahrer dann bescheid. Der Fahrer hält, drückt einen Knopf am Lenkrad und das Auto signalisiert dann mit grün-blau blinkenden Außenspiegeln, Scheinwerfern und einem grünen Punkt, der über den Kühlergrill läuft, dass der Passant die Straße überqueren kann.
Toyotas Ausflug in die eAutos ist ebenfalls ein Kleinstmobil. Hier ist das Cockpit interessant. Es gibt kein Lenkrad mehr, sondern nur zwei Joysticks, denn der Wagen wird mit Drive-by-wire-Technik gelenkt. Die Außenspiegel sind druch Kameras und Displays ersetzt. Hübsch anzusehen sind die Instrumente.

Yamaha stellte Elektromotorräder aus. Dies Exemplar fand ich formschön.
Toyota verspricht auch für 2012 den Verkauf von in Massenproduktion hergestellten eAutos. Aber als ich ihn fragte, was Massenproduktion für ihn bedeute, antwortete: "Einige tausend Autos pro Jahr."
Ganz offensichtlich glauben Toyota und Honda nicht an eine rasante Verbreitung von eAutos. Sie sehen in ihnen eher ein Nischenprodukt für kleine Nahverkehrsflitzer. Eine Diskussion über die Zukunftsaussichten des eAutos ist auf meinem donnerstäglichen Blog auf Technology Review nachzulesen.
Die Show war diesmal verdammt klein, weil die ausländischen Hersteller ihre krisenbedingt knappen Marketing-Dollar auf größere Absatzmärkte wie China konzentrieren. Aber immerhin gab es einige gute Ideen zu sehen. Ich hatte nicht viel Zeit und werde daher nur einige darstellen:
Hondas Konzeptauto EV-N ist als süßer Kleinwagen konzipiert. Die Formensprache ist mit Bedacht betont konservativ, genau wie bei Nissans ersten kommerziellen eAuto Leaf. Nissans Nordamerika-Chef Carlos Tavares erklärt warum: Man habe ein Design-Hinweise auf Elektronik in das Auto hineindesignt. Aber da man auf den Massenmarkt (so in der Klasse zwischen Golf und Polo) abziele, wollte man es nicht zu außergewöhnlich machen, um nicht bei der Masse der Normalverbraucher optisch Ablehnung zu provozieren.
Nun zu Hondas Mobilitätsidee: Fußgänger tragen einen Sender mit sich, den sie drücken können, wenn sie die Straße überqueren. Das Auto sagt dem Fahrer dann bescheid. Der Fahrer hält, drückt einen Knopf am Lenkrad und das Auto signalisiert dann mit grün-blau blinkenden Außenspiegeln, Scheinwerfern und einem grünen Punkt, der über den Kühlergrill läuft, dass der Passant die Straße überqueren kann.
Toyotas Ausflug in die eAutos ist ebenfalls ein Kleinstmobil. Hier ist das Cockpit interessant. Es gibt kein Lenkrad mehr, sondern nur zwei Joysticks, denn der Wagen wird mit Drive-by-wire-Technik gelenkt. Die Außenspiegel sind druch Kameras und Displays ersetzt. Hübsch anzusehen sind die Instrumente.
Hier eine etwas aufregendere Designstudie, hinter der sich eine Reihe japanischer Forschungseinrichtungen und Elektronikkonzerne versteckt. Denn mit dem Elektroauto droht den traditionellen Autoherstellern Konkurrenz nicht nur aus China, dessen Regierung das Land zur eAuto-Großmacht ausbauen will, sondern auch von fachfremden Unternehmen. Es könnte so ähnlich laufen wie bei Digitalkameras, wo plötzlich Elektronikkonzerne wie Panasonic, Sony oder Samsung zu Kameragrößen aufgestiegen sind, während einige Kameramarken verschwanden.
Ganz nah dran an der Realität ist die Cargo-Version von Mitsubishis i Miev. Sie könnte die stänkernden Minitrucks ersetzen, die in Japan täglich zu tausenden ausschwärmen, um den Myriaden an Restaurants und Tante-Emma-Läden Waren auszuliefern.
Yamaha stellte Elektromotorräder aus. Dies Exemplar fand ich formschön.
Genau wie dieses Elektrofahrrad.
Nun komme ich zu der Idee, die mich am meisten begeistert hat: das motorlose Auto.
Die Idee stammt vom Spielzeugautohersteller Tomika, der dieses Jahr auf der Messe einen großen Stand unterhält. Statt den Motor im Auto zu installieren, ist er in der Straße eingebaut. Der Antrieb besteht aus diesem Tor, das mit zwei Gummirollen Autos beschleunigt.
Der Wagen fährt in die rotierenden Rollen hinein...
... und wird mit Karacho aus dem Tor herauskatapultiert. Zwei Probleme sind ungelöst, gestand mir der Entwicklungsvorstand: 1. Nach einem Zwischenstopp müssen die Kunden ihr Auto bisher bis zu einem Beschleunigstor schieben, um losfahren zu können. 2. Viele Fahrer klagen wegen der wiederholten hohen Beschleunigung in den Toren über Schleudertraumen. Tomika befürchtet, dass diese Punkte die Akzeptanz der Technik im realen Einsatz erschweren könnte. Daher werden die Prototypen bis auf weiteres nur in Kinderzimmern getestet.
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Mittwoch, 21. Oktober 2009
Die Newsliste: Mittwoch, 21.10.2009
Sporadisch, subjektiv * und ohne Anspruch auf Vollständigkeit - die News vom Tage und frisch von den Pressetagen der Tokyo Motorshow. Meinen donnerstäglichen Blog auf Technology Review werde ich auch diesem Thema widmen.
Von der Tokyo Motorshow
Nissan ist optimistisch fürs Amerikageschaeft
Trotz der Absatzkrise ist Nissan optimistisch für sein Nordamerika-Geschäft. "Wir sind nicht über die Auslastung unserer US-Fabriken besorgt", sagte Nissan und Renault-Chef Carlos Ghosn. Wegen der Dollarschwäche "werden sie nicht nur den US-Markt bedienen, sondern auch für Exporte." Nissan Amerika-Chef Tavares hofft sogar darauf, dass das US-Geschäft bereits im laufenden Jahr profitabel werden könnte.
Nissans Optimismus ist überraschend. Denn der US-Markt, aus dem die japanischen Hersteller bisher den Großteil ihrer Gewinne zogen und der sie nun tief in die roten Zahlen gedrückt hat, ist weiterhin in tiefer Krise. Nachdem Ende der Abwrackprämie ist der aufs Jahr hochgerechnete Absatz im September auf 9,2 Millionen Autos abgesagt. "Das war ein wenig enttäuschend", gestand Tavares. Doch die Industrie hofft darauf, dass sich bald wieder die 10 Millionen-Grenze durchbrochen wird.
Tavares warnte allerdings davor, auf eine schnelle Erholung des US-Markt zu hoffen. "Die Erholung wird langsam ausfallen". Bis das Niveau von 2007 wieder erreicht werde, würden mindestens drei bis fünf Jahre vergehen.
Messe-Rundgang
"Das Rennen hat begonnen" (Carlos Ghosn)
eAutos sind das dominierende Thema bei der arg geschrumpften Tokyo Motorshow. Die japanischen Hersteller nutzen die Abwesenheit der ausländischen Hersteller, um ihre Vorstöße in der Null-Emissionsmobilität vorzustellen.
Ein kleiner Rundgang mit Einsichten von Nissan, Mitsubishi, Honda und Toyota und Seitenblicken auf andere Hersteller.
Nissan kündigt vier Elektromodelle an, Honda setzt auf Hybride und will nur kleine elektrische Mobile für den Kurzstreckenverkehr anbieten. Mitsubishi will im Jahr 2020 20 Prozent seines Absatzes mit eAutos erzielen.
Ausserdem hat Nissan bereits mit dem Handelshaus ein Unternehmen angekündigt, dass für die Weiterbenutzung von Autoakkus als stationäre Energiespeicher dienen soll. Durch die Weiterverwertung soll der Wiederverkaufswert von gebrauchten Energiespeichern hoch gehalten und damit die Leasingkosten für die Batterien gesenkt werden. Nissan will eAutos ohne die extrem teure Batterie verkaufen und die Kunden die Batterie nur mieten lassen, um das Elektroauto zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können.
Die Zukunft Tokyo Motorshow: War es das jetzt?
Einst war sie ein Muss für die Autoindustrie. Dieses Jahr zeigt sich kein westlicher Großserienhersteller auf der Tokyo Motorshow, wohl aber auf chinesischen Messen. Auf dem Parkett wird bereits gewispert, dass Tokyo damit unwiderruflich seine Rolle als Weltmesse an Shanghai oder Beijing verloren hat. Nur Carlos Ghosn bleibt optimistisch. Die Hersteller würden in zwei Jahren alle wieder dabei sein. Dass sie in der Krise nur dort auftreten, wo sie den größeren Markt haben, sei normal. Aber die Tokyo Motorshow bleibe als technischer Schaukasten der japanischen Autoindustrie wichtig.
POLITIK
Stopp der Postprivatisierung: Kamei beruft neuen Postchef
Japans Minister für das Finanzwesen und die Postreform, Shizuka Kamei, hat nach dem Stop der Postprivatisierung einen neuen Chef der japanischen Post berufen. Bereits Ende dieses Monats soll der ehemalige Vize-Finanzminister Jiro Saito den bisherigen Postchef Yoshifumi Nishikawa ablösen, der ein strikter Befürworter der Postprivatisierung ist.
Japans Regierung hatte am Dienstag die größte Privatisierung Japans und das Symbol der neoliberalen Reformen vom ehemaligen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi gestoppt. Statt einem Verkauf ist nun geplant, die Post zu einer landesweiten Grundversorgung von Brief- und Finanzdienstleistungen zu zwingen. Damit soll die wachsende Schere in den Lebensumständen zwischen den florierenden Metropolen und den kriselnden ländlichen Regionen geschlossen werden. Die bisherige Postprivatisierung hatte zu einer Verschlechterung der Versorgung in vielen dünn besiedelten geführt.
USA fordern Japan zur Einhaltung des Truppenabkommens auf
Zwischen der neuen Regierung und den USA droht ein schwerer Konflikt über die Reorganisation der amerikanischen Truppen.
US-Verteidigungsminister Gates hat heute in Tokyo erklärt, dass seine Regierung am Status Quo festhalten würde, wenn die neue Regierung die bisherigen Absprachen über die Truppenverlegung an einen neuen Standort auf der südjapanischen Insel Okinawa nicht einhalten würde.
Dies wäre eine Ohrfeige für die neue japanische Regierung. Die Demokraten hatten nach ihrem Regierungsantritt eine Verlegung der
amerikanischen Truppen auf einen Stützpunkt außerhalb Okinawas zu einem ihrer Kernanliegen erklärt. Doch die USA lehnen eine
Neuverhandlung des in 14 zähen Verhandlungsjahren erreichten Truppenumzugsplans strikt ab.
"Die Futenma-Umsiedlung ist der Dreh- und Angelpunkt des Neuordnungsplan. Ohne den Futenma-Stützpunkt wird es keine Umsiedlung nach Guam geben und ohne Umsiedlung nach Guam, keine Konsolidierung der Streitkräfte und keine Rückgabe von Land in Okinawa", erklärte Gates nach einem Gespräch mit Japans Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Allenfalls zu einem Bau des neuen Luftwaffenstützpunkt etwas weiter vor der Küste Okinawas wären die USA zu haben.
Von der Tokyo Motorshow
Nissan ist optimistisch fürs Amerikageschaeft
Trotz der Absatzkrise ist Nissan optimistisch für sein Nordamerika-Geschäft. "Wir sind nicht über die Auslastung unserer US-Fabriken besorgt", sagte Nissan und Renault-Chef Carlos Ghosn. Wegen der Dollarschwäche "werden sie nicht nur den US-Markt bedienen, sondern auch für Exporte." Nissan Amerika-Chef Tavares hofft sogar darauf, dass das US-Geschäft bereits im laufenden Jahr profitabel werden könnte.
Nissans Optimismus ist überraschend. Denn der US-Markt, aus dem die japanischen Hersteller bisher den Großteil ihrer Gewinne zogen und der sie nun tief in die roten Zahlen gedrückt hat, ist weiterhin in tiefer Krise. Nachdem Ende der Abwrackprämie ist der aufs Jahr hochgerechnete Absatz im September auf 9,2 Millionen Autos abgesagt. "Das war ein wenig enttäuschend", gestand Tavares. Doch die Industrie hofft darauf, dass sich bald wieder die 10 Millionen-Grenze durchbrochen wird.
Tavares warnte allerdings davor, auf eine schnelle Erholung des US-Markt zu hoffen. "Die Erholung wird langsam ausfallen". Bis das Niveau von 2007 wieder erreicht werde, würden mindestens drei bis fünf Jahre vergehen.
Messe-Rundgang
"Das Rennen hat begonnen" (Carlos Ghosn)
eAutos sind das dominierende Thema bei der arg geschrumpften Tokyo Motorshow. Die japanischen Hersteller nutzen die Abwesenheit der ausländischen Hersteller, um ihre Vorstöße in der Null-Emissionsmobilität vorzustellen.
Ein kleiner Rundgang mit Einsichten von Nissan, Mitsubishi, Honda und Toyota und Seitenblicken auf andere Hersteller.
Nissan kündigt vier Elektromodelle an, Honda setzt auf Hybride und will nur kleine elektrische Mobile für den Kurzstreckenverkehr anbieten. Mitsubishi will im Jahr 2020 20 Prozent seines Absatzes mit eAutos erzielen.
Ausserdem hat Nissan bereits mit dem Handelshaus ein Unternehmen angekündigt, dass für die Weiterbenutzung von Autoakkus als stationäre Energiespeicher dienen soll. Durch die Weiterverwertung soll der Wiederverkaufswert von gebrauchten Energiespeichern hoch gehalten und damit die Leasingkosten für die Batterien gesenkt werden. Nissan will eAutos ohne die extrem teure Batterie verkaufen und die Kunden die Batterie nur mieten lassen, um das Elektroauto zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können.
Die Zukunft Tokyo Motorshow: War es das jetzt?
Einst war sie ein Muss für die Autoindustrie. Dieses Jahr zeigt sich kein westlicher Großserienhersteller auf der Tokyo Motorshow, wohl aber auf chinesischen Messen. Auf dem Parkett wird bereits gewispert, dass Tokyo damit unwiderruflich seine Rolle als Weltmesse an Shanghai oder Beijing verloren hat. Nur Carlos Ghosn bleibt optimistisch. Die Hersteller würden in zwei Jahren alle wieder dabei sein. Dass sie in der Krise nur dort auftreten, wo sie den größeren Markt haben, sei normal. Aber die Tokyo Motorshow bleibe als technischer Schaukasten der japanischen Autoindustrie wichtig.
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Stopp der Postprivatisierung: Kamei beruft neuen Postchef
Japans Minister für das Finanzwesen und die Postreform, Shizuka Kamei, hat nach dem Stop der Postprivatisierung einen neuen Chef der japanischen Post berufen. Bereits Ende dieses Monats soll der ehemalige Vize-Finanzminister Jiro Saito den bisherigen Postchef Yoshifumi Nishikawa ablösen, der ein strikter Befürworter der Postprivatisierung ist.
Japans Regierung hatte am Dienstag die größte Privatisierung Japans und das Symbol der neoliberalen Reformen vom ehemaligen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi gestoppt. Statt einem Verkauf ist nun geplant, die Post zu einer landesweiten Grundversorgung von Brief- und Finanzdienstleistungen zu zwingen. Damit soll die wachsende Schere in den Lebensumständen zwischen den florierenden Metropolen und den kriselnden ländlichen Regionen geschlossen werden. Die bisherige Postprivatisierung hatte zu einer Verschlechterung der Versorgung in vielen dünn besiedelten geführt.
USA fordern Japan zur Einhaltung des Truppenabkommens auf
Zwischen der neuen Regierung und den USA droht ein schwerer Konflikt über die Reorganisation der amerikanischen Truppen.
US-Verteidigungsminister Gates hat heute in Tokyo erklärt, dass seine Regierung am Status Quo festhalten würde, wenn die neue Regierung die bisherigen Absprachen über die Truppenverlegung an einen neuen Standort auf der südjapanischen Insel Okinawa nicht einhalten würde.
Dies wäre eine Ohrfeige für die neue japanische Regierung. Die Demokraten hatten nach ihrem Regierungsantritt eine Verlegung der
amerikanischen Truppen auf einen Stützpunkt außerhalb Okinawas zu einem ihrer Kernanliegen erklärt. Doch die USA lehnen eine
Neuverhandlung des in 14 zähen Verhandlungsjahren erreichten Truppenumzugsplans strikt ab.
"Die Futenma-Umsiedlung ist der Dreh- und Angelpunkt des Neuordnungsplan. Ohne den Futenma-Stützpunkt wird es keine Umsiedlung nach Guam geben und ohne Umsiedlung nach Guam, keine Konsolidierung der Streitkräfte und keine Rückgabe von Land in Okinawa", erklärte Gates nach einem Gespräch mit Japans Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Allenfalls zu einem Bau des neuen Luftwaffenstützpunkt etwas weiter vor der Küste Okinawas wären die USA zu haben.
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