Mittwoch, 8. Oktober 2014

NEWs: Ceatec-Nachruf, Samsung-Abgesang und Fahrstuhlfahrt, Xis Jugendfreundin trifft Abe

Die News vom Tage, sporadisch, * subjektiv und ohne Gewähr:

​Heute meine Kolumne "Live aus Tokio" in der 6-Uhr-Ausgabe des Handelsblatts, der App HB Live. 

Ceatec: Ruhe in Frieden

Keine News, kein Sony und lausige PR - das ehemalige Mekka der Technikfreaks aus aller Welt, Japans Elektronikmesse Ceatec, ​
​ist ein Trauerspiel. Zum Glück leben wenigstens Japans Firmen noch.

Meine Erwartungen waren schon niedrig, als ich am Dienstag Japans Technikschaufenster besuchte, die einst legendäre Elektronikmesse Ceatec. Aber was die Organisatoren sich dieses Jahr erlaubten, als Messe zu zeigen, machte mich traurig und wütend, so schlecht war es. Früher war die Messe das Mekka der Technikfreaks. 


Aus aller Welt kamen Journalisten, um heute die Zukunft von morgen zu sehen - so weit war Japan der Welt bei Handys und Flachfernsehern voraus. Aber in der heutigen Form ist die Messe tot. Schlimmer schlimmer noch, die Organisatoren leisten Japans Unternehmen eine Bärendienst, weil sie keine Öffentlichkeit schafft. Die Japan AG hat besseres verdient. 

Ihr Mann in Japan: Kein Weg ist uns zu weit, kein Aufwand zu schade.
...

HB-Kommentar print: Essenz: Herr Lee, willkommen in der Normalität

Samsung ist immer für eine Überraschung gut, bisher vor einem halben Jahr positive, nun negative. Der Gewinn ist im dritten Quartal um 60 Prozent eingebrochen. Dies scheint mir zu zeigen, dass auch Samsung von der Auswirkung Chinas als neue Wal im globalen Smartphone-Becken überrascht wurde: Die Chinesen bei Smartphones die Preise schneller und mehr versauen als bei jedem anderen Segment, das sie bisher angepackt haben. 

* 700 Smartphone-Modelle wetteifern in China um die Kundengunst, erzählte mir gestern ein Experte. Dementsprechend werden die Dinger verschleudert. Da kommt kein Hersteller ungeschoren davon, auch Samsung nicht. Frage mich, ob bei den Preisen die Chinesen überhaupt noch Geld verdienen können. Bei Solarzellen mussten ja unlängst selbst Giganten wie Suntech Power die Wafer streichen.

PS: Samsung baut für den hospitalisierten Patriarchen einen Fahrstuhl in dessen Wohnung ein. Kommt er nach Hause?


Hände schütteln mit Xi-Freundin

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat heute seltenen Besuch. Li Xiaolin, die jüngste Tochter von Chinas Ex-Präsidentin Li Xiannian, wird wohl Abe treffen. Sie soll eine Sandkastenfreundin des jetzigen chinesischen Staatschefs Xi Jinping sein. 

Dienstag, 7. Oktober 2014

NEWs: Ceatec-Nachruf, Samsung-Schock, koreanischer Schusswechsel

Die News vom Tage, sporadisch, * subjektiv und ohne Gewähr:

Ceatec - Ruhe in Frieden


Ich bin heute auf der legendären japanischen Elektronikmesse Ceatec. Am Rande halte ich einen Vortrag zum Thema "Das langsame Ende von Japans Gadgetismus". Die Ceatec passt dazu: Einige nette Sachen, aber kleiner, keine News, kein Sony ... Mein Fazit: Ceatec - Ruhe in Frieden. 

Immerhin zeigt sie, dass wenigstens die japanischen Technologiekonzerne keineswegs tot sind, sondern nur weniger sichtbar. Werde meine Highlights später vorstellen, so die Zeit erlaubt.

Ansonsten:
Samsung Schock - Quartalsgewinn fällt um 60 Prozent

Die Chinesen Smartphoneherausforderer versauen den Südkoreanern die Marge. Samsung hat bislang als Marktführer dicke Gewinne mit Smartphones eingefahren. Doch die Verwandlung des Hightechprodukts in Massenware sowie die Attacken der Chinesen treffen nun auch die Koreaner. Nicht wirklich neu, der Trend. Nur ist der Schlag härter als erwartet.


Schusswechsel an der Seegrenze

Entspannung - koreanischer Stil - ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Kaum hat Nordkoreas heimliches Führungstrio mit einer überraschenden Stippvisite in Südkorea vermeintlich die Weichen auf eine Annäherung gestellt, kracht es im Meer. Südkoreanische und nordkoreanische Schiffe haben an der umstrittenen Seegrenze Warnschüsse ausgetauscht. Südkorea schoss dieses mal zuerst, wie es scheint.

Bank von Japan tritt auf der Stelle

Montag, 6. Oktober 2014

Ceatec Vorbericht: Toshibas Android kann Gebärdensprache

Japans legendäre Elektronikmesse Ceatec beginnt zwar erst am Dienstag. Aber der japanische Technikkonzern Toshiba hat als Aperitif schon mal am Montag seinen Messehöhepunkt vorgestellt: einen Androiden in weiblicher Gestalt, der mit Gebärdensprache kommunizieren kann.


Man habe den Roboter das Antlitz einer freundlichen jungen Dame gegeben, ein Eindruck, der durch klimpernde Augen und ein warmes Lächeln noch verstärkt würden, hat Toshiba mitgeteilt. Allerdings ist das gestische und mimische Reportoire noch auf einfache Grüße und Gebärden begrenzt. Aber Toshiba will dem Wesen bis 2020 noch Berührungssensoren, Sprachsynthesizer und -erkennung und bessere Motorik spendieren. 


Toshibas Ziel ist, eine Lebensbegleiterin für Senioren und Demenzkranke zu entwickeln. Über ihn können dann Familienmitglieder und Pflegepersonal auch aus der Ferne mit ihren Angetrauten kommunizieren. Auch Fernberatung wird einfacher. Dass dies keine spinnerte Idee ist, machen Erfahrungen mit anderen, nicht einmal humanoiden Robotern deutlich. Dank ihrer simplen Gestik, Mimik und Sprache erreichen sie oft Demenzkranke und autistische Menschen leichter als Wesen aus Fleisch und Blut. 

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NEWs: Taifun vorbei, koreanischen Annäherungsversuche, Ceatec geht morgen los, BoJ macht Märkten Spaß

Die News des Tages, sporadisch, * subjektiv und ohne jede Gewähr:

12.31 Uhr: Die Sonne lugt erstmals seit der Annäherung des Taifuns aus den Wolken. Der Sturm ist vorbei gezogen. 

 War recht regenreich, aber sehe in meiner Umgebung keine Schäden. 

Dennoch wurde das Medientreffen für die legendäre Elektronikmesse Ceatec heute nachmittag abgesagt.

Ab Dienstag werde ich dann so ausführlich von dort berichten wie ich kann.

Aber beim Formel-1-Rennen verletzte sich Jules Bianchi schwer, als sein Renner in einer pitschnassen Kurve von der Fahrbahn abkam und in einen Kranwagen krachte, der gerade einen anderen verunfallten Wagen bergen wollte. 

Inzwischen ist der Himmel sogar fast wolkenlos, die Luft warm und trocken. Dieses regelmäßige nachtaifunliche Kaiserwetter ist die Entschuldigung der Götter für die Sorgen und das Ungemach, die sie uns bereitet haben. Und denen sie das Dach weggerissen oder das Haus überschwemmt haben, bieten die Kami-sama so Zeit, die Schäden aufzuräumen. Sehr nett, nicht wahr?

Ansonsten schlug am Wochenende eine überraschende Stippvisite nordkoreanischer Spitzenkader Wellen.


Überraschendes Spitzentreffen im Süden
 

Nordkoreas heimliches Führungstrio besuchen unerwartet Südkorea. Experten mutmaßen, dass es ein Zeichen für eine Annäherung zwischen der geteilten Nation und für Kims Rolle als Strohmann des Regimes.
Selten ist der Sport seiner vermeintlich friedensstiftenden Rolle so gerecht geworden wie an diesem Wochenende in Korea, schreibe ich heute in der Handelsblatt-6-Uhr-Ausgabe, der HB Live. Überraschend haben die Nummer zwei, drei und vier des nordkoreanischen Regimes zur Schlussfeier der asiatischen Spielen vorbeigeschaut. Die südkoreanischen Gastgeber waren erst kurz vor Ankunft der Delegation informiert worden. 


Besonders ins Auge viel Beobachter Hwang Pyong-so, Vizevorsitzender der nordkoreanischen Verteidigungskommission. Der ließ sich in Seoul von zwei Bodyguards beschützen, was in den Augen eines Experten einer Majestätsbeleidigung gleichkäme. Hwang sei der eigentliche Boss, Kim Jong-un wahrscheinlich nur der Strohmann, drängt sich einem anderen Experten auf. 

* Das Diktatorensöhnchen ist wohl halt doch zu grün gewesen, um die Macht an sich zu reißen.



Weitere Nordkorea-News: Reaktor abgeschaltet, aber wohl nur zu Wartungszwecken - USA; Nordkorea in drei Jahren Selbstversorger - FAO.


Ceatec: Japans legendäre Elektronikmesse erfindet sich neu

Ich bin mal gespannt, ob die Veranstalter nach den Jahren des Niedergangs und der Nahtoderfahrung von 2013 endlich ein schlüssiges Konzept und mal wieder eine spannende Messe auf die Beine gestellt haben. War ja traurig. Wären die Autohersteller nicht eingesprungen, wären die Messehallen ja halbleer gewesen.

Am Dienstag dann: 
- Berichte von der Messe
- Gastredner auf einer Mobil-Veranstaltung über den langsamen Niedergang des Gadgetismus. 

Ansonsten:
Bank von Japan tagt ...

... bis morgen und sagt wohl nichts. Die Datenlage ist nach Meinung von Notenbank-Beobachtern nicht düster genug, um die Notenbank dazu zu bewegen, noch mehr Geld in die Wirtschaft zu werfen. 

* Das Ausbleiben weiteren Spielgeldes grämt sicherlich einige Investoren, aber sie haben dafür eine andere gute Nachricht ausgemacht. Nach Ansicht vieler nimmt die Notenbank den jüngsten Fall des Yen gegenüber dem Dollar hin. Wenigstens damit lässt sich an der Börse auf höhere Wechselkursgewinne wetten.


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Donnerstag, 2. Oktober 2014

Ain't they sweet?

One of the things that do not seize to amaze me after all my years in Japan: I can choose fruits in the supermarket by their sugar content.  


Let's take a look at the Toki in the lower row: It sports a sugar content of 15 degree which - according to the small print on the price label - is very, very sweet (read "good" in the Japanese mind). Below 11 is "not sweet", the polite form for sour aka not good and to be avoided. 11 is normal, 12 sweet and anything over 13 is culinary heaven. At least in the mind of the standard Japanese consumer. They really have sweet teeth. 

Of course this pursuit of sweetness has a drawback: Because everything sour is purged or fed to the livestock, it is almost impossible to find really sour apples, something I happen to like. The closest thing to my favorite Boskop Apple in Germany are imported Jazz from New Zealand. Unfortunately their season seems to be over. And I have to settle again with sweet apples.

On the other hand, the display of the sugar content is a very nice expression of the Japanese service attitude and sense of perfection. As seller you try the best you can to lull the costumer in a sense of security and peace of mind so that he or she happily and willingly spend a rather outrageous sum on your produce - without hesitation, second thoughts or regrets. 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Koelling's Ultimate TEST: Lotteria's Tochigi Wagyu-Burger With Strawberry Sauce

Monday could have been a highlight for all burger fans. So I thought. Lotteria started selling a deluxe burger, made of famed Japanese beef and crowned with a spoonful of cremy strawberry sauce. Sounds mouth watering, right? 

The appetizing ad on the homepage added to the appeal, despite a rather high price tag of 1300 Yen (a bit less than 10 Euro) without drink.


And off I went on Tuesday. The early bird catches the burger, I told myself. Lotteria had hinted that this culinary creation is sold in limited numbers only.

Filled with ad-enhanced images in my mind I approached the Lotteria of my choice in Ginza, opposite of the Sony building. I ordered, I paid. And then I got this:


No sense of luxury whatsoever. And I was under the impression that the Japanese are the masters of sophisticated packaging and presenting, adding colour and spice for the eyes too. But then, what did I expect? I was at Lotteria, not at the famous and around 50 times more expensive steak house Aragawa (one star from the Guide Michelin).

Anyway, the balloon of expections was pierced, but did not burst. Had I only not opened the cardbox.


Deep in the corner of the paper wraping I descried the Wagyu Burger, rather small and really undecorated. Also a closer look did not lift my spirit. 


The image was a far cry from the ad. Right?
 

It seems to be all the same with these Hamburger chains: Somehow their burgers lose a lot of their appeal on their way from the photo studio over the grill, the counter and onto my plate. I almost always regret eating there.

Anyway, here I was. So I decided to keep an open mind. After all you should never assess a person - or burger - by the looks alone. And so I took a bite. And ...


It was ok. Better than a normal burger, actually. The meatball was reasonably tender and juicy - as you might expect from a minced Japanese cow from Tochigi, with its fine, fatty muscles. 

But it tasted just a bit too salty for my liking, the french fries were undisputably soft and soggy, and the packing was as mentioned way too much in line with the industry standard for a deluxe food item with such a steep price tag.

Was it worth it? 

My take-out: This Wagyu Burger will stay a once-in-the-life-time experience, at least from Lotteria. 

Although its price is so far ahead of my favorite burger joint with its hand-made patties, the Chaos Burger in Yugawara/Kanagawa prefecture, the taste is so far behind. 

My tip: Save the money and spend it on a train ticket to Yugawara. My joint is close to the station. The shop only got a three star rating on tabelog. But I rate it higher. Usually I want to order the next hamburger as soon as I finished the first one. And after lunch I can relax in a hot spring. And I can't say neither about a Wagyu Burger at Lotteria in Tokyo.

 
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NEWs: Schlafen wie ein Samurai, Video zum 50. Shinkansengeburtstag, Tankan-Bericht-Dilemma,

Die News vom Tage, sporadisch, * subjektiv und ohne jede Gewähr.

HB-Kolumne: Live aus Tokio
Schlafen wie ein Samurai

Quelle: Peter Van den Bossche
Japanische Businesshotels für moderne Großstadtkrieger zeichnen sich durch miniaturisierten Minimalismus aus. Die Spitze der Schrumpfkunst sind noch immer die Kapselhotels wie ein Probeliegen zeigt.

Hotels in Japan sind nichts für Menschen mit Klaustrophobie. Natürlich spreche ich nicht von internationalen Nobelabsteigen wie dem Peninsula, wo das kleinste Zimmerchen mit rund 50 Quadratmetern dem Geschäftsreisenden von Welt und Geld so viel Platz bietet wie sich nicht selten japanische Familien mit Kind teilen. Mir geht es um die typisch japanischen Herbergen für den normalen Firmenkrieger. Zum Beispiel am unteren Ende der Preisskala die Kapselhotels, die ein Ergebnis der japanischen Kunst der Miniaturisierung und des Minimalismus sind. Die „Räume“ sind wie der Name sagt Kapseln ... .



Geburtstagsvideo: Shinkansen wird 50 Jahre alt
Super-schnell, super-oft, super-pünktlich - supergeil.
Video hier von Youtube.



Tankan-Bericht
Japans Exportindustrie hui, die Binnenwirtschaft nicht so sehr

Volkswirtschaftlich ist Japan derzeit ein geteiltes Land, zeigt das Konjunkturbarometer der Notenbank. Die Binnenwirtschaft schwächelt nach einer Mehrwertsteuererhöhung weiter, während der Gute-Laune-Index und die Investitionen der Exportkonzerne zur Überraschung der Volkswirte steigen. 

* Das Dilemma: Damit liefert der Tankan sowohl den Befürwortern als auch den Gegnern einer weiteren Mehrwertsteuererhöhung argumentative Munition und ist damit politisch neutralisiert. 
Vollständig in der Handelsblatt Live-App um 6 Uhr morgens deutscher Zeit.


Yen-Schwäche: Dollar steigt erstmals seit 2008 auf mehr als 110 Yen

Innerhalb weniger Monate hat der Yen weitere zehn Prozent gegenüber dem Dollar verloren, was die gute Laune der Großindustrie im Tankan-Bericht erklärt. Schwacher Yen bedeutet generell höhere Wettbewerbsfähigkeit und Gewinne im Exportgeschäft. Das kommt den Firmenbilanzen und damit Aktienkursen zu gute, nicht aber im gleichen Maße der volkwirtschaftlichen Wachstumsrechnung.


* Nur der Euro steigt nicht mit.


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Dienstag, 30. September 2014

NEWs: Wagyu-Burger-Test, fallende Arbeitslosenrate drückt Konjunkturlaune, steigende Bankgewinne, Platzen des Ölsandrausches, Samsung wechselt zu Microsoft Office

Die News vom Tage, sporadisch, * subjektiv und ohne Gewähr:

Japanische Haute Cuisine: Lotterias Wagyu-Burger im Test

Details dazu in der noch folgenden Fotostory. Nur dies vorab: 
Lotteria hat am Montag mit dem Verkauf des "Tochigi Wagyu Burger mit Erdbeersoße" begonnen. Kostenpunkt ohne Getränk fast 10 Euro. 

Meine Meinung über den Luxus-Burger in aller Kürze vorab: 

Ein einmaliges Erlebnis (in dem Sinne, dass ich ihn nicht noch mal bestellen werde). 

Das Fleisch ist zwar saftig und zart wie man es von einem fein von fett durchädertem japanischen Rind erwarten kann. Aber ich fand ihn zu salzig, die Brötchen normal pappig, die Pommes zu labberig und die Präsentation branchenüblich unappetitlich. 


Japans Konjunktur bleibt schwach
Selbst scheinbar gute Konjunkturdaten vertreiben derzeit die trübe Stimmung in Japan nicht. Die Arbeitslosenrate fiel zwar im August auf 3,5 Prozent. Doch die Statistiker verdarben die Freude darüber mit der Anmerkung, dass dies einem eher negativen Trend zu verdanken ist: Er meldeten sich schlicht weniger Japaner als arbeitssuchend. Auch die Industrieproduktion schrumpft zur Überraschung der Märkte.


Sumitomo Mitsui mit Gewinnsprung
Das Bankgeschäft lohnt sich wieder in Japan, so scheint es. Die japanische Finanzgruppe Sumitomo Mitsui erhöhte ihre Gewinnprognose für das erste Halbjahr um ein Drittel. 

​
Das Platzen des Ölsandrausches

Die Förderung von Öl aus amerikanischen Schiefersänden versprach eine große Bonanza zu werden. Umso größer dürfte das Entsetzen beim japanischen Handelshaus Sumitomo gewesen sein, als die eigenen Controller jetzt die Rechnung für das Engagement präsentierten. Fast zwei Milliarden Euro muss das Unternehmen für seine Teilnahme am vermeintlichen Boom abschreiben, weil die Förderung nicht wie geplant gelingt. 

Sumitomos treibt damit einen unseligen Trend auf die Spitze: Ein japanisches Handelshaus nach dem anderen musste in den vergangenen Jahren den Wert ihrer Investitionen berichtigen. Doch so hart wie Sumitomos traf es bisher niemanden. Die Abschreibung löscht fast den gesamten geplanten Gewinn aus. Sumitomo halbierte daher die versprochene Dividende auf 25 Yen pro Aktie. 

* Sumitomos Reinfall demonstriert die großen Risiken, die mit den letzten noch erreichbaren Ölvorkommen der Welt einhergehen.


Samsung wechselt zu Microsoft Office

Erfolg für Microsoft: Der südkoreanische Elektronikgigant Samsung gibt seine eigene Office-Programme auf und wechselt komplett zu Microsofts Text-, Tabellen- und Präsentationssoftware.

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Montag, 29. September 2014

Green stuff that you can't eat

If you think, all green stuff that lands on your plate is edible, Japan makes you think twice. Here, chefs like to put tree leaves and needles on the plate, too. Of course, they don't want to harm, but to please you. Here in Japan they know that the eyes are as important for the enjoyment of a meal as are the mouth and the tongue. And a seasonal touch nature adds some visual spice to an already outstanding experience. You can actually buy the leafy decoration for home use in the supermarket as shown on the picture.


The good thing about this decoration is: Even if you eat it by mistake, not much happens. It's pure nature. But be warned! If you buy sushi in the supermarket or eben the sushi bar, you will get a kind of green bamboo-leaf - but it's fake. It's made of plastic.

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NEWs: 9 japanische IS-Krieger, Wagyu-Burger mit Erdbeersoße, Japan Post Privatisierung und die katholische Kirche in Korea

Die News vom Tage, sporadisch, *subjektiv und ohne Gewähr:

Lecker: Wagyu-Burger mit Erdbeersoße

 Die japanische Hamburger-Kette Lotteria hat mal eine gute Idee gehabt. Am Montag hat sie eine Burger-Sonderedition gestartet: aus saftigem japanischen Rind und einem Blubb Erdbeersoße. 

Das ganze ist mit 1300 Yen nicht ganz billig, sieht aber verführerisch aus. 

Wer mehr dazu erfahren will, wird auf diesem Link bei Lotteria fündig. 

Allerdings müssen sich Interessenten beeilen. Es gibt nur eine beschränkte Anzahl der Burger zu kaufen. 
* Vielleicht ergattere ich noch einen. Werde den Test dann mit allen teilen.


Stille Post: Neun Japaner kämpfen für den Islamischen Staat

Dies behauptet wenigstens der rechtsextreme ehemalige Generalstabschef der Luftwaffe, Toshio Tamogami, in seinem Blog. Seine Quelle ist Nissim Ben Shitrit, Generaldirektor im israelischen Außenministerium, den Tamogami bei einer siebentägigen Israelreise getroffen hat. Die Information sei ihm neu gewesen, schreibt Tamogami in seinem ditigitalen Reisetagebuch. Japans Regierung hat offiziell noch keine Zahlen von japanischen Kämpfern in den Reihen des IS veröffentlicht. 
* Ich hätte nicht gedacht, dass ich Tamogami mal als Nachrichtenquelle zitieren würde. 


Japan Post: Privatisierungsplan nimmt die nächste Hürde

Eine Hürde für die Privatisierung der japanischen Post war bisher, wie das Staatsunternehmen vor der Privatisierung seine Pensionsverpflichtungen bedient. Am Montag stellte ein Ausschuss einen Plan vor, der sich bei der kapitalreichen Postbank bedient. Aber das ist nicht unbedingt schlecht für die Bank.

Die Postbank wird rund zehn Milliarden Euro an die Holdinggesellschaft transferieren. Etwas mehr als die Hälfte der Summe soll für die Renten aufgewendet werden. Der Rest fließt in die Paketpost, um deren schwächelnden Geschäft auf den Alleingang vorzubereiten. Bisher stammen rund 90 Prozent der Postgewinne von der Bank und der Versicherung der Post.
 


Südkorea: Katholischer Glaube ist am glaubwürdigsten

Wer Japan und Südkorea bereist hat, wird vielleicht einen wichtigen Unterschied in der nächtlichen Skyline bemerkt haben. Während Japans Neonbeleuchtung nur aus Reklame besteht, sieht man Seoul häufiger die Kreuze christlicher Kirchen leuchten. Ganz besonders angetan hat den Koreanern offenbar der katholische Glaube, wenn man einer Meinungsumfrage des buddhistischen Jogye-Ordens trauen darf. Demnach ist die katholische Kirche am glaubwürdigsten, dicht gefolgt vom Buddhismus. Etwas weiter hinten landen die protestantischen Kirchen, ganz am Ende der Islam. 

* Am meisten interreligösen Unfrieden stiftet demnach der Protestantismus, ist die Erfahrung der Koreaner. Liegt wohl an den bekehrfreudigen amerikanischen Strömungen.






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Sonntag, 28. September 2014

Update: Ontake-Ausbruch - bisher 31 Tote gefunden

Japans zweithöchster Vulkan, der bei Bergwanderern beliebte Ontake, ist am Sonnabend zur Todesfalle geworden. Mindestens 31 Menschen starben nach einem nicht vorhergesagten Vulkanausbruch in den Aschemassen. Helfer fanden sie am Sonntag tot auf. Weitere Menschen werden vermisst. Darüber hinaus gibt es Verletzte. Glücklicherweise schafften die meisten der mehr als 200 Wanderer, die sich am Sonnabend in der Nähe des Gipfels aufgehalten hatten, den Abstieg. Erst nach dem Ausbruch erhöhte das Wetteramt die Alarmstufe auf Level 3 der fünfstufigen Skala.

Mehr Infos auf NHK World. 


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Survival of the fittest in Tokyo: Spider And Grasshopper


In my neighborhood you will find the closest thing to real wilderness in the 23 inner-city wards of Tokyo, the Mizumoto Park. Not only snakes, cormorants, crayfish and wild cats display on a daily basis their fight for survival. On this picture a grasshopper is going to join his friend - as food in the net of really big spider.

NEWs: Diebischer Schwimmer, Vulkanausbruch, Nordkoreas Wiedervereinigungsvorschlag

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Japans zweithöchster Vulkan bricht aus

Der Vulkan Ontake an der Grenze zwischen Nagano und Gifu ist am Sonnabend ausgebrochen. Hier ein Screenshot von der Warnung des japanischen Wetteramts:


Tragisch: Mehr als 200 Bergwanderer wurden von dem Ausbruch überrascht, einige Dutzend wurden verletzt, zum Teil schwer. Typisch: NHK verlängerte daher zur übergebührlichen Berichterstattung gestern seine Sieben-Uhr-Nachrichten von 30 auf 55 Minuten, um die immer gleichen Bilder ein gefühltes halbes Dutzend mal zu wiederholen, ohne neue Infos hinzuzufügen.

Ein Video auf NHK World gibt es hier.

* Erstaunlich: Erst nach dem Ausbruch wurde die Warnstufe von 1 (normal) auf 3 (Nähern Sie sich dem Vulkan nicht!) auf Japans fünfstufiger Skala angehoben. Warum das? Ich dachte, dass sich Vulkanausbrüche im Gegensatz zu Erdbeben recht gut vorausahnen lassen. Auch in diesem Fall sendete der Berg seit zwei Wochen Signale, in Form kleiner Erschütterungen. Ob es daran lag, dass vielleicht keine Lava ausgetreten ist, sondern es sich um eine Ascheexplosion handelte?


Asien-Spiele: Diebischer Schwimmer

Japans Schwimmer Naoya Tomita hat bei den Asienspielen außerhalb des Schwimmbeckens große Wellen geschlagen. Nach einem Training ließ der 25-jährige die Fotokamera eines koreanischen Fotografen mitgehen, die gerade in seiner Nähe herumlag. Dem Vernehmen nach schraubte er bereits am Freitag das Teleobjektiv ab und steckte die Kamera in seine Tasche. 
* Der Missetäter ist geständig, Japans Vertreter verbeugten sich reuig. Doch damit dürfte das Thema noch nicht durch sein. Ausgerechnet jetzt, wo Japan und Südkorea sich außenpolitisch vorsichtig annähern, kommt so ein Vorfall sehr ungelegen.


Die Koreas: Ringkampf der Wiedervereiniger

Erst bat Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye um Hilfe bei der Wiedervereinigung ihrer geteilten Nation. Nun legte Nordkorea nach: Nordkoreas Außenministerin Ri Su Yong schlug eine Wiedervereinigung nach dem Motto "Ein Land, zwei Systeme" vor.  



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Donnerstag, 25. September 2014

NEWs: Muratas Cheerleader Roboter, Ursache für die Akku-Probleme des Dreamliners ungelöst, Einigung in transpazifischem Freihandelsabkommen nicht in Sicht.

Ach ja, Roboter. Heute war dann mal wieder Murata dran, einer der führenden japanischen Hersteller von Elektronikbauteilen (siehe Blog-Eintrag unten). Nach dem Murata-Boy (der Fahrrad fährt) und dem Murata-Girl (die ein Einrad meistert) schickte das Unternehmen nun einen Schwarm von Mini-Cheerleadern auf die Bühne, die auf Bällen balancierend Gruppenformationen aufs Parkett legten. 

Mit dieser Übung will Murata seine Fähigkeiten als Systemcompany demonstrieren und gleichzeitig die Jugend für eine Karriere als Ingenieur begeistern. Das zweitere ist besonders wichtig, weil die Bevölkerung schrumpft, während die Firmen zu wachsen versuchen. Technikfirmen wie Murata sind daher besonders rührig bei der Nachwuchsförderung. Sie schalten sogar Anzeigen in Zügen, um auf ihre Unternehmen aufmerksam zu machen.
Stand ausführlich auch in der 6-Uhr-App des Handelsblatts. 

Dreamliner: Ursache von Batteriebränden weiterhin ungelöst
Auch mehr als ein Jahr nachdem Batteriebrände Boeings damals gerade ausgelieferten Dreamliner mit einem Startverbot belegt worden waren, ist die Ursache für die Probleme nicht gänzlich geklärt. Dies erklärte am Donnerstag die japanische Verkehrssicherheitsbehörde. Doch für Boeings Flotte bedeutet dies nichts, legte Norihiro Goto, der Chef der Behörde, nahe. Da es nach der Änderung des Batteriedesigns keine Vorfälle gegeben hat, glaubt er, dass das Problem gelöst wurde. „Wir haben vielleicht nicht die Ursache gefunden, aber es gibt bereits eine Lösung, die funktioniert”, so Goto. 

Verhandlungen über transpazifische Freihandelszone kommen nicht vom Fleck
Für die USA ist sie ein wichtiger Versuch, Chinas wachsenden Einfluss in Asien einzudämmen, für Japan ein Mittel, daheim Reformen voranzutreiben - das multilaterale transpazifische Partnerschaftsabkommen. Dennoch ist wieder eine Verhandlungsrunde zwischen den beiden größten Teilnehmen ergebnislos abgebrochen worden. Denn der Agrarexporteur USA und Japan, das seine Landwirtschaft mit hohen Zöllen schützt, konnten sich nicht über den Umfang der Zollsenkungen Japans einigen. 

Ein Scheitern der Freihandelszone wäre ein herber außenpolitischer Rückschlag für Obama, aber auch Japans Ministerpräsident Abe. Denn beide haben bereits beträchtliche Ressourcen in das Projekt gesteckt. Die Zeit drängt: Obama wollte die ohnehin schon verzögerten Verhandlungen im November abschließen. Die offene Frage ist, ob beide Seiten pokern, um zu sehen, wer zuerst blinkt.



Murata stellt Cheerleader Roboter vor


Der japanische Hersteller von Elektronikbauteilen Murata hat am Donnerstag in Tokio seine vierte Roboter-Generation vorgestellt. Auf zwei Murata-Boys (zweite Generation auf dem Fahrrad) und ein Murata-Girl (auf dem Einrad) folgte ein Schwarm von Cheerleadern.


Kreise, Linien und Herz legten die Roboter untermalt von Musik aufs Paket. Das Unternehmen wolle damit unterstreichen, dass es sich vom Bauteilehersteller zum Systemhaus weiterentwickelt habe, sagte Kommunikationschef Koichi Yoshikawa, der in den vergangenen Jahren die Roboterentwicklung geleitet hatte. 


Außerdem betreibt das Unternehmen mit seinen Kreationen Nachwuchsförderung. „Ich bringe die Roboter in Schulen mit, um den Kindern über die unendlichen Möglichkeiten der Elektronik und die Freude am Herstellen von Dingen zu erzählen”, sagte Yoshikawa. Aber Vorsicht! Wer Roboter entwickeln will, ist bei Murata fehl am Platz. Man denke nicht daran, zum Roboterhersteller zu werden, ließ das Unternehmen wissen. 


Dienstag, 23. September 2014

NEWs vom Tage: Von scharzen Bären, Chat-App Lines gecancelten Börsenplänen und einer russisch-japanischen Männerfreundschaft (und Abes chinesischen und südkoreanischen Avancen)

Die News vom Tage, sporadisch, subjektiv und ohne jede Gewähr:

Das Apercu des Tages: 

Wer hat Angst vorm schwarzen Bären?


Ein asiatischer Schwarzbär im Breslauer Zoo.
Quelle: Guérin Nicolas via Creative Commons
Verglichen mit Deutschland ist Japan Wildnis. Ok, in Deutschland gibt es vereinzelt wieder Wölfe und hin und wieder Naturkatastrophen. Aber in Japan bedrohen neben Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Erdrutschen, Überschwemmungen und Taifunen auch jede Menge Getier das menschliche Leben. Giftschlangen kriechen durchs Unterholz - und neuerdings asiatische Schwarzbären vermehrt durch die Umgebung menschlicher Siedlungen.

Zwischen April und Mai dieses Jahres wurden 40 Prozent mehr Bären gesichtet als ein Jahr zuvor. Ingesamt 2080 Mal, 21 davon in Tokios bergigem Westen. Experten warnen, dass eine magere Bucheckerernte den Trend noch verstärken könnte. Schließlich wollen die Pelztiere ihre Mägen für den Winterschlaf füllen. Bergwanderern in Japan empfehle ich daher, Bärenglocken mitzunehmen und die zu schwingen, wenn sie einen Bären sehen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier Reißaus nimmt. Füttern und Kuscheln empfiehlt sich nicht. Japans Bären sind zwar nicht ganz so riesig wie große Grizzlys, haben aber auch scharfe Krallen.

 

Ansonsten in den News:

Japans Chat-App Line bläst Börsengang ab

Der rekordverdächtige Raubzug von Chinas Online-Handelsplattform Alibaba an der New Yorker Börse hat den Investoren auf noch mehr IPOs von Internetgrößen angeregt. Große Hoffnungen auf erneuten Reibach machte vor allem Japans erfolgreiche wie profitable Chat-App Line. Doch nun verschob das Unternehmen seinen für diesen Herbst avisierten Börsengang.
Handelsblatt Live, 6-Uhr-Ausgabe


Putin gratuliert Abe telefonisch zum Geburtstag

Manchmal sind die Zeitläufte mächtiger als Männerfreundschaften. Diese Erfahrung muss jetzt Japans Ministerpräsident Shinzo Abe machen. Ukraine-Konflikt hin oder her, er hatte jüngst Russlands Präsident Wladimir Putin schriftlich nach Japan eingeladen. Putin revanchierte sich am Sonntag mit einem telefonischen Glückwunsch zu Abes 60. Geburtstag. Aber Abe bot ihm da nur mehr an, sich im November am Rande des Gipfels der Pazifikanrainer (Apec) in Chinas Hauptstadt Beijing zu treffen.
Handelsblatt Live, 6-Uhr-Ausgabe


Passend dazu:

Koreanisch-japanische Fischdiplomatie

Nach einem südkoreanischen Medienbericht überlegt die Regierung von Präsidentin Park Geun-hye, das Importverbot von Fischen aus acht japanischen Präfekturen aufzuheben. Die Maßnahme ist Teil der Annäherungspolitik beider Regierungen, die auf ein erstes Gipfeltreffen zwischen Park und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hoffen. Abe würde gerne auch Chinas Präsident Xi Jinping am Rande der Apec-Tagung persönlich treffen.






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Ein neuer Start


Lange habe ich diesen Blog nicht betrieben. Aber von jetzt an werde ich wieder kontinuierlicher über die Lage in Ostasien berichten, Apercus und Fotos teilen sowie auf Artikel verweisen.

Wer sich über jüngst erschiene Technikkolumnen informieren möchte, kann dies hier bei Technology Review tun.

Der Großteil meiner Artikel erscheint allerdings beim Handelsblatt, gut geschützt durch eine Bezahlschranke. Darunter befindet sich jeden Mittwoch in der Handelsblatt-Mobil-App Handelsblatt Live meine Kolume "Live aus Tokio" mit all den alltäglichen Dingen, die mir hier so zustoßen. Mein Tip ist daher natürlich: Schaffen Sie sich ein App-Abo an. Die App "Handelsblatt Live" können Sie in den einschlägigen Shops von Apple und Google herunterladen. Ein Monatsabo kostet 29,99 Euro, ebenso viel wie der Digitalpass, der ihnen auch das ePaper liefert (die Abend-Ausgabe der App). Informationen finden Sie hier.

Viele Grüße aus Tokio,
Martin Kölling


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Donnerstag, 13. September 2012

Der Haarwaschroboter

Auf Technology Review schreibe ich über meinen Test eines Haarwaschroboters von Panasonic.
 Herr Mizuno, der Entwickler mit seinem Werk.

 Mit 24 Roboterfingern massiert er die Kopfhaut.

Die Finger sehen zwar nicht hübsch aus, aber ihre Massage ist erstaunlich angenehm.

Donnerstag, 12. Juli 2012

eBikes in Japan

Auf meinem wöchentlichen Technology Review-Blog geht es diesmal um die Unterschiede in der Radkultur und die Auswirkung auf elektrische Räder. 

Ich habe mir eine Händlerausstellung von Panasonic, dem japanischen Marktführer bei eBikes, angeschaut. Sage und schreibe 44 verschiedene Modelle führt der Konzern im Programm.

Mein Favorit ist dieses hier:
Rahmen aus Titan in inklusive 250-Watt-Motor und 25V/8aH bzw. 12aH-Akku gleich rund 16 Kilogramm Leergewicht und rund 7000 Euro Kaufpreis.

Die Variante für die Damenwelt:
Die hat allerdings nur drei Gänge, die Sportversion hat zehn.

Die Vielfalt war groß:
 Als Klapprad, ...
 ... als niedriges Transportrad, ...
 ... immer beliebter als Kindertransporteur, ...
... das Hauptmodell für den Einkauf (Marktanteil rund 70 Prozent), ...

 ... "preiswertes" Tourenrad, ...
 ... als "teures" Tourenrad, ...
 oder auch mit Frontantrieb.
 Und hier die stärkste Batterie. Die japanischen Hersteller haben sich übrigens auf einen Standard zur Reichweitenberechnung geeinigt. In Europa haben die Hersteller noch mehr kreative Freiheiten.
 
 Meine Wahl, der Jetter, mit 12aH-Akku rund 1800 Euro.
 Fährt sich leicht und locker. Aber solange die Kniee nicht zu doll zwicken, setze ich weiterhin auf Muskelkraft.